SACHMET FLAMMENDE HERZEN
von Katharina Remy
11 Kurzgeschichten
2. Auflage Oktober 2026
ISBN: 9783758305221
208 Seiten, Print: 12,99 €
Das E-Book: 5,99 € ist aber noch nicht erhältlich
Blick ins Buch! Einfach hier klicken.
Neues Cover, gründlich überarbeitet und sprachlich verfeinert: Die FLAMMENDEN HERZEN stehen bereit, ihre Leser erneut zu verzaubern. Begleitet meine Helden auf ihrem Weg durch das faszinierende Alte Ägypten, in eine Welt voller Leidenschaft, Abenteuer, Intrigen und unvergesslicher Schicksale. Die Reise durch das Alte Ägypten beginnt von Neuem. Liebe, Gefahr und die Götter des Niltals erwarten euch.
Klappentext SACHMET FLAMMENDE HERZEN
Flammende Herzen!
Die schönsten Liebesgeschichten aus der Welt von Sachmet, in jenem Augenblick erzählt, da die Helden in Erscheinung treten. Wer kennt ihn nicht, jenen sehnsüchtigen Schmerz der Liebe? Was gibt es Schöneres als die große Liebe, die einzige, die erste? Was ist tragischer als die verlorene, vergebliche Liebe und größer als Menschenliebe! Freuen Sie sich auf elf reizvolle, unterhaltsame Geschichten, mal frivol, mal tragisch, in denen sich alles um die ganz großen Gefühle meiner Helden dreht!
Die Entstehung der abwechslungsreichen Kurzgeschichten FLAMMENDE HERZEN ist meiner eigenen Neugier geschuldet.
Ich wollte wissen, wie es dazu kam, bzw. was die Helden bewog, genau so zu reagieren, wie ich es in den SACHMET-Bänden erzähle. Und die Handlung sollte vor allem außerhalb von Bents und Annas Perspektive erzählt werden, eine andere Sicht auf die Dinge werfen. Elf unterhaltsame, mitunter frivole und tragische Geschichten erzählen unabhängig von den anderen SACHMET-Bänden davon, wie einige meiner Hauptfiguren zu ihrer Rolle kamen, was sie gerade vorher machten, wo sie herkamen oder hin wollten, aber hauptsächlich erzählen sie von der ganz großen Liebe! Sechs Episoden spielen in der Vergangenheit des alten Ägypten, die anderen Fünf in der heutigen Zeit. Die Textschnipsel und Bilder daraus entsprechen der Reihenfolge im Buch.
Die elfte Geschichte Rahotep und die Göttin des Krieges steht in keinem Zusammenhang zu den SACHMET-Bänden; sie spielt zur Zeit von Ramses dem Großen, User Maat Re Setepenre, in Pi Ramesse
Ranofer und Samut
… „Siehst du was?“
„Laa!“
Sie suchten hinter einem Felsen Deckung, überblickten das Gelände. Ranofer schaute hinüber zu seinen Männern; einer schüttelte verneinend den Kopf.
„Sie waren gerade eben noch da!“ Vergebens suchte Ranofer die Gegend nach dem Trupp Nubier ab. Ein unsinniges Unterfangen in dem felsigen Gelände. Sie konnten hinter jedem Stein hocken, von jedem höheren Felsen aus überraschend angreifen.
„Die sind wie Jah, Gespenster!“, zischte Samut, wischte sich den Schweiß aus dem Gesicht. „Wenn wir hier fertig sind, melden wir uns bei den Maryanni, ich bin es satt!“
Er verstummte, starrte auf den Pfeil, der sich zwischen ihm und Ranofer in den Sand bohrte. „Das war verdammtes Glück!“
„Da oben, Samut! Die Wereret müssen warten! Wir müssen die Bogenschützen aufhalten! Noch einmal! Los! Die…“ Ranofer verstummte. Er stand wie erstarrt, Tränen in den Augenwinkeln, alles Blut aus seinem Gesicht gewichen, das Krummschwert kraftlos in der rechten Hand.
„Was ist denn?“
„Mich hat’s erwischt“, stöhnte Ranofer, sich krümmend und auf ein Knie sinkend.
„Scheiße! Duck dich! Runter!“
Ein zweiter Pfeil aus dem Hinterhalt traf ihn seitlich, und Ranofer verlor für einen Moment den Halt. „Samut… hilf mir…“
„Halt durch! Ich bring dich hier weg! Macht sie fertig, Männer! Ich bringe unseren Hauptmann in Sicherheit!“ …
Ranofer, Samut und ihr Gefährte Montju tauchen erstmals am Rande in BLUTMOND auf, ab DIE BEIDEN HERRINNEN sind die drei Tempelwächter immer mit dabei
Alexander
… Als das schwarze Flimmern vor seinen Augen nachließ, erkannte er eine Hand, die ihm einen Becher Wasser hinhielt. Wie er auf das Ende der Rutsche des Kinderspielplatzes gekommen war, blieb ihm ein Rätsel.
„Seit wann bist du so empfindlich?“ Lisa reichte ihm die Flasche, und er trank sie fast leer. Den Rest schüttete er sich über den Kopf.
„Du mußt mit dem Saufen aufhören, Lex! Seit sie… seit sie weg ist, seh’ ich dich immer mehr verfallen. Du kommst vor die Hunde, Kumpel. Sie…“ Lisa wies in Richtung der Frauenleiche. „… lag nicht lange da. Ein, zwei Tage. Sie war zwischen dem alten, stillgelegten Ausflugsboot und dem Anleger eingeklemmt, auf dessen Rost sie halb, mit dem Gesicht nach unten, gelegen ist. Daher hat man sie wohl nicht gleich gesehen. Und weil die Leute hier Enten und Tauben füttern, sind mehr Fische und Ratten in der Nähe der Schiffe. Deshalb sieht sie so entstellt aus.“
Lex klopfte sich Sand von der Hose.
„Was sagt unser fleißiges Bienchen?“
Ein harter, unbarmherziger Griff in seine Schulter zwang ihn, sich aufzurichten. Sein Blick blieb an dem weißen Papier eines Schutzanzuges hängen.
„Herr Doktor Herbert Bien hat noch gar nichts zu sagen, Herr Kriminalhauptkommissar!“
Lisa grinste, Lex machte ein verlegenes Gesicht. Bienchen hörte der Zwei Meter Mann nicht unbedingt gerne. Der Gerichtsmediziner lockerte seinen Vulkanier-Griff, ließ Lex los und zählte an den Fingern ab: …
Alex und seine Frau sind gute Freunde von Anna und Georg. An Alex‘ Geschichte schließt sich nahtlos DIE RACHE DER LÖWIN an. Der Park neben dem Staatstheater in Saarbrücken (im Bildhintergrund) ist hier Fundort eines fiktiven Mordopfers
Djehutimes
… Sie stapfte zurück, stellte ihm grantig das Bier hin, hatte sogar zwei Becher dabei. Oh ihr Götter, was war das eine Giftschlange. Gut drei Jahre älter als er – was ja eigentlich nicht schlimm war.
Wenn sie doch bloß nicht so furchtbar häßlich wäre! Eigentlich mager wie eine Katze, augenblicklich wegen der Schwangerschaft aufgedunsen, pickelig und streitsüchtig. Die schwarze Warze mitten auf ihrer Wange ließ das herbe Gesicht nicht schöner erscheinen. Und die am Kinn noch viel weniger.
Ich muß es ihr sagen! Im Leben nicht! Soll sie mich so sehen? Den völligen Versager?
„Was ist bloß mit dir los?“, fragte sie gerade – so friedlich und liebevoll, als rede sie mit einem ihrer gehätschelten Kinder. Sie ließ sich sogar dazu herab, ihm über die Wange zu streicheln, das Bier auszuschenken. Offenbar hatte sie vor, mit ihm gemeinsam den Abend und den Müßiggang zu genießen.
Nicht auch noch das! Obwohl…
Sie war trotz allem groben Anschein eine anständige, gepflegte Frau. Das Essen immer fertig, wenn der Gatte von der Arbeit kam, das Haus adrett, sauber und aufgeräumt, die Kinder wohlgeraten – keines der vier ein verfluchter Krüppel wie er. Wenn man es ihm auch auf den ersten Blick nicht sofort ansah. Froh war er darüber, wenigstens ein ansprechendes Antlitz zu haben, er einigermaßen wohlgestaltet daherkam, den Fuß mit einem langen Rock, die Hand mit einem langen Hemdsärmel verbergen könnend. …
Djehutimes hat sich trotz seines Handicaps vom niedrigsten Tempeldiener bis hin zum Bürgermeister von Uaset emporgearbeitet. Er und seine Gattin Neferib tauchen ab Band 5, DER ZORN DES SETH auf
Raphael
… „Also? Ich höre!“ Er ließ den Korken knallen, schenkte aus.
„Gnade!“
„Ich mach doch nix!“
„Nein! Die Hieros!“ Sie tupfte sich schmunzelnd auf das Tattoo und funkelte ihn mit diesen unbeschreiblich schönen dunklen Augen an. „Einfach gesagt: Gnade, oder göttliche Gnade. Wenn du’s genau wissen willst: Die, deren Seele im Licht des Re erstrahlt. Oder die, der göttliche Gnade gewährt wird. Oder die, der Gott Re nahe ist. Sowas in der Art. Sahu Re.“
„So heißt kein Mensch!“, schnurrte er amüsiert in ihr Ohr, küßte ihren Hals, ihre Schulter, das Tattoo.
„So hieß selbst mal ein uralter Pharao!“, empörte sie sich niedlich schmollend.
„Du heißt wie ein uralter Pharao?“, schnurrte er, spielte mit diesem unglaublich seidigen, langen Haar.
„Jo!“ Sie kuschelte sich an ihn, griff ihm ungeniert zwischen die Beine.
„Ich hab das Gefühl, dich schon ewig zu kennen.“
„Die Ewigkeit ist gerade mal knapp zwölf Stunden alt.“
Wenn du so weitermachst, dauert das keine Ewigkeit mehr!
„So lange schon?“
„Jo!“
„Was machst du hier?“
Er drückte ihr sinnliche, begehrliche Küsse auf Bauch, Brüste, an den Hals, hauchte „Arbeiten!“…
In DIE BEIDEN HERRINNEN begegnet Anna Raphael zum ersten Mal. Tief in Gedanken versunken, bemerkt sie erst nicht, daß er in der Bar des Hotels neben ihr am Tresen sitzt. Aus dem heißen One-Night-Stand wird die ganz große Liebe und Raphael ist von da an eine meiner stärksten Hauptfiguren
Marya
… „Wollen wir den Tag beginnen, oder sollen wir wie verliebte Leute schmusend unter der Decke liegenbleiben?“, meinte er feixend und suchte tastend nach dem Zunder, um die Kerze zu entzünden.
„Du alter juti jab!“, fauchte sie lachend. „Dummkopf! Red nicht solchen Unsinn!“
Endlich brannte die Tekau. Liebevoll schaute er zu seiner Gattin hinüber. Amanikhatashan setzte sich stöhnend auf und schlug das Leintuch beiseite.
„Soll ich dir helfen, Liebste?“
„Ach, es ist das Kreuz, du weißt doch… bis ich da hochkomme. Laß nur, es wird gleich gehen.“
Mit Bedauern schaute er sie an. Die Mutter seiner Kinder. Die Frau, die mit ihm Höhen und Tiefen durchstanden hatte. Die Frau, die vier Kinder verloren und fünf großgezogen hatte, ihre Schönheit den Schwangerschaften und dem gemeinsamen Leben geopfert. Wai, wie war sie alt geworden! Ihre schöne dunkle Haut, die ihn vor Jahren begeistert in Bann gezogen hatte, war faltig geworden, ebenso das hübsche Gesicht. Wie eine schöne Blume war sie an seiner Seite im Laufe der glücklichen Jahre dahingewelkt.
„Ich sagte schon so oft“, meinte sie mit vorwurfsvollem Ton und zog sich das Leintuch über den fülligen Leib, „du sollst nicht mehr bei mir liegen! Ich will nicht, daß du mich so siehst! Bleib gefälligst drüben bei Shanakdakheto! Da hast du was zu gucken! Sie ist jung und hübsch und schlank. Schau mich nicht so an!“ …
Die göttliche Wut des Kriegsgottes hat Marya einst als Soldat Pharaos am eigenen Leib erfahren. Sehnsüchtig wünscht er seine draufgängerischen Jahre zurück, vermißt Abenteuer und Abwechslung. Dies bekommt er schneller als er denkt; im Anschluß an seine Geschichte gehts mit Bent in DER ZORN DES SETH auf große Fahrt.
Sara
… „Raphael! Hör auf zu träumen! Mach voran! Was willst du? Käse oder Marmelade?“
„Wurst!“
„Ich habe keine!“ Sara schmierte Butter auf sein Brot, klatschte einen Löffel von der selbstgekochten Erdbeermarmelade drauf, schnitt Schäfchen, rückte ihm den Becher Milch hin, stand auf, weil es unten klopfte.
„Ist offen!“, rief sie durch das geöffnete Küchenfenster hinunter.
„Das Brot ist trocken, Mama!“
„Ich hab kein anderes!“ Nervös spielte sie mit den unzähligen langen Ketten um ihren Hals, polierte die große Sonnenbrille, setzte sie auf ihren Scheitel.
„Wenn du mir ’ne Mark gibst, renn ich schnell zum Bäcker!“
„Stell das Auto weg und iß!“
„Das schmeckt aber nicht!“, maulte er. Sie riß ihm das Spielzeugauto aus der Hand, rückte nachdrücklich den Teller vor ihn.
„Was machst du mit den Koffern?“
„Nichts!“
„Und die Schachteln da?“
„Iß!“
„Och nicht der Blödmann!“
„Raphael!“
„Ich komme in Frieden, du güldenes Kind der Liebe!“ Toni trat salbungsvoll zu ihm, wuschelte ihm durch die blonden langen Locken. Raphael duckte sich schnell.
„Noch besser, du gingest in Frieden! Hau ab! Du stinkst!“ …
Die Geschichte um Sara und ihrem kleinen Jungen spielt zwischen 1963 und 1971 und es gibt sie auch in DAS GESETZ DER MAAT. Sara ist wie Raphael ab DIE BEIDEN HERRINNEN mit dabei
Parser
… Sie hatte es wegmachen sollen! Sich augenscheinlich über meinen Befehl hinweggesetzt und es behalten! Dieses Kind kann nur mein Sohn sein! So offensichtlich, daß es anderen sogar auffiel! Ich muß sie fragen!
Ich muß wissen, ob das mein Kind ist…
Abrupt blieb Parser stehen. Schaute mit Entsetzen die Feuersbrunst, den hellodernden rot erleuchteten Nachhimmel, die unzähligen Leute, die mit Kübeln Wasser aus dem Kanal schöpften, verzweifelt versuchten, die Flammen zu löschen.
„Was ist hier passiert?“ Schon wollte er sich in das brennende Haus stürzen, von starken Armen zurückgehalten.
„Da könnt Ihr nichts mehr ausrichten, Herr! Wir versuchen das Schlimmste zu verhindern, bevor die Flammen auf die anderen Häuser übergreifen.“
„Kam jemand lebend heraus?“
„Nein! Es ist zu spät! Aber wir sahen eine Frau weglaufen, taumelnd. Herr, da hinten, seht Ihr, durch die Flammen hindurch auf der anderen Seite. Ihr könnt dort nicht hin! Haltet ein! Das ist viel zu gefährlich!“ …
Parser erlebt diese Schreckensnacht in DER SCHWUR. Seine gnadenlose Rache vollendet er in DIE BEIDEN HERRINNEN. In DER KUSS DES TODES und DIE OFFENBARUNG DER ISIS hat er noch einmal einen großen Auftritt
Bek
… Nach dem hellen Sonnenschein draußen erkannte Bek im ersten Augenblick in der dämmrigen Kammer unter dem Säulengang zunächst gar nichts.
Aber allmählich bemerkte er die Frau, die da auf dem Bett saß, vertieft in ihre Nadelarbeit, mit gesenktem Kopf. Wie sie da saß!
Die langen, schlanken Beine ausgestreckt, das Kleid bis über die Knie hochgeschoben … genau wie …
Nein. Das konnte gar nicht sein.
Aber die Art, den Kopf zu neigen, wenn sie etwas genau betrachtete … das lange, dunkle, gewellte Haar … die weiße Haut … die zarten Finger, die den Stoff hielten …
Doch was war mit diesen Fingern?
Da stimmte etwas nicht — auch nicht mit den Händen. Was war das?
Die Frau bemerkte ihn, hob den Kopf, strich sich mit einer eleganten Geste das Haar hinter die Ohren.
Nein.
Laa!
Am liebsten wäre Bek rückwärts aus der Kammer gestolpert.
Dieses Gesicht.
Ein einziger Alptraum. Eine zerstörte, verbrannte Fratze, grauenvoll anzusehen. Heruntergezogene Lider, Mundwinkel, die verbrannte, fleckige, grob vernarbte Haut auf Gesicht und Hals, die schönen schlanken Hände verkrümmt, entstellt …
Er stand da und starrte dieses alptraumhafte Monstrum, dieses Heju, an.
Und doch…
Dieses Gesicht würde er unter Millionen Gesichtern, unter Millionen Narben wiedererkennen. Es war ihm völlig gleich, wie sie aussah. Er hatte sie endlich wiedergefunden. …
Bek ist von Anfang an in allen Bänden mit dabei, ist bereits in DER SCHWUR einer meiner liebsten Haupt-Protagonisten
Ahmed
… „Au aaaaaah!“
„Hab ich dir nicht schon tausendmal verboten, in diese Einfahrt zu kommen?“
„Ja, Sir, nein, Sir, aua Sir! Bitte nicht hauen, Sir!“
„Ich sollte auch den letzten Rest Verstand aus deinem dummen Hirn rausprügeln!“
„Bitte nicht! Lassen Sie doch mein Ohr los!“
„Was machst du denn schon wieder hier? Hast du kein Zuhause?“
„Natürlich hab ich ein Zuhause! Drüben!“
„Und warum bist du nicht in der Schule?“
„…“
„Warum kümmert sich keiner?“
„Jeder kümmert sich! Allah kümmert sich!“
„Hast du Hunger?“
„Nein!“ Trotzig trat Ahmed einen Schritt zurück, aus der Reichweite der kräftigen Männerhand hinein in die Sicherheit der großen Blumenrabatte.
„Wirst du wohl da rauskommen!“
Ahmed machte einen weiteren Schritt rückwärts, weg von der vorschnellenden Hand des zürnenden Mannes — und doch war er nicht schnell genug. Er knallte mit dem Rücken gegen die große Palme, fühlte sich gepackt, aus dem Beet gezogen, bekam in die zitternde Hand ein Päckchen aus Alufolie gedrückt, aus dem ihn ein paar duftende, noch warme Falafel anlachten. …
Die Geschichte des jungen Bettlers Ahmed spielt in Luxor, überwiegend vor und im Hotel Winter Palace. Das Schicksal des pfiffigen kleinen heimatlosen Waisenjungen steht stellvertretend für die vielen wenig begüterten Menschen in Ägypten. Ahmed und Ibrahim, der ihm die Falafel gibt, sind ab DER SCHWUR dabei
Georg und Anna
… Georg bog am späten Samstagnachmittag in die kleine Sackgasse am Waldrand ein, gab ordentlich Gas, ließ den Motor blubbern und röhren, während er zwischen all den vornehmen, dicken Schlitten nach einem Parkplatz suchte. Alles zugeparkt! Also fuhr er unbekümmert in die freie Einfahrt, parkte frech vor der Doppelgarage, grinste überlegen, betrachtete sich im Rückspiegel, richtete die schmale Krawatte, fuhr sich über den schicken neuen Haarschnitt, schnappte die Blumen vom Beifahrersitz und betrat leger den Vorgarten.
Salopp sprang er die paar Stufen hoch und läutete an der Haustür.
„Hallo Anna!“
„Hallo!“
„Alles Gute zum Geburtstag.“ Mit einer lässigen Geste überreichte er ihr den riesigen Blumenstrauß, gab ihr höflich die Hand.
„Danke, du Angeber! Hast du euer Lager geplündert? Größer ging’s wohl nicht mehr? Was machst du denn hier?“ Sie führte ihn in die große Küche, drückte ihm ein Glas in die Hand. „Geh schon mal durch.“
„Britzelwasser?“
„Champagner! Mann!“ Sie klatschte ihm eins in den Nacken.
„Autsch! Dein Vater hat mich als deinen Tischherrn eingeladen!“ Vorwitzig spähte Georg ins Wohnzimmer. „Was wird’n das hier?“, zischelte er. „Dachte, hier gibt’s ’ne richtige Geburtstagsfete mit Leuten in unserem Alter und kein Mumientreffen!“
Er blieb im Flur stehen und linste ein zweites Mal in das große Wohn-Eßzimmer. …
Diese Geschichte war für mich eine ganz besondere Herausforderung. Sie spielt im Jahr 1981, genau zu jener Zeit, als ich meinem Herrn Ranofer begegnete. Viele Orte, Begegnungen und kleine Details stammen aus jener Zeit und aus der Welt, die wir damals gemeinsam erlebten. Der fliederfarbene Hosenanzug mit der weißen Bluse ist dabei nur eines von vielen Zeitzeugnissen. Kaum eine andere Erzählung aus FLAMMENDE HERZEN trägt so viele Spuren meines eigenen Lebens in sich. Sie ist meine persönlichste Geschichte. Natürlich sind Anna und Georgy von Anfang an in allen SACHMET-Geschichten dabei
Rahotep und die Göttin des Krieges
… Rahotep griff in den kleinen Korb, den der Junge ihm hinhielt, und holte zwei Kornblumensträußchen heraus. Die klemmte er nun Mondenschein und Sternenglanz unter den üppigen Stirnschmuck aus blau gefärbten Straußenfedern.
„Sieht das nicht wunderschön aus?“, bewunderte er sein Werk.
„Du nimmst mich wohl auf den Arm!“, erhitzte Neith sich, denn sie hatte das Gefühl, daß er sie ständig auslachte, aufzog und nicht ernst nahm. „Blumen als Schmuck für diese Gäu… Pferde! Das würden sie lieber fressen. Du spinnst doch!“
Er packte sie grob bei den Oberarmen und zog sie dicht zu sich heran. „Hör mir mal zu, du Backfisch. Sie liebt ihre Sesemet! Und ich liebe meine Königin — und noch mehr ihre Rösser. Es ist ein kleiner Gefallen, den ich der Herrin erweise, und dabei vergebe ich mir nichts!“
Unvermittelt küßte er Neith hart, aber dennoch liebevoll.
Empört befreite sie sich aus seinem Griff, wischte sich über den Mund, versuchte seine zärtliche Zunge, seine kosenden Lippen zu vergessen.
„Was bildest du dir ein?“, schimpfte sie.
„Alles!“, hauchte er — und küßte sie abermals.
Bevor sie ihm wie gestern ans Bein treten konnte, hob er sie hoch, stellte sie auf den Wagen, schwang sich hinterher und schnalzte mit der Zunge. In rasendem Galopp schossen die Rösser der Königin vorwärts.
Neith, jegliche Etikette vergessend, kreischte wie wild. Niemals war sie auf einem Wereret mitgefahren, ihr stockte fast das Herz. …
Ramses II. ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der Geschichte. Sein langes Leben, seine Taten und Bauten sind gigantisch, seine Gattin die Allerschönste! Und doch bietet der prächtige neue Palast von User Maat Re und Nefertari in Pi Ramesse nur die Bühne für die tragische Geschichte um Neith, Kammerfrau der Königin, und Rahotep, Pharaos Kedjen, sein Streitwagenfahrer
Mit dem Klick auf den grünen Skarabäus kommt ihr auf die Seite mit dem "Blick ins Buch"