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Brot und Bier,
Linsen und Zwiebeln.
Damit allein kann man kein Volk ernähren. Um den täglichen Mittagstisch
etwas zu verfeinern kamen hinzu:
Gemüse:
Lattich, Saubohnen Lauch, Sellerie,
Wurzeln und Samen des Lotos, Papyrus, Erbsen und Kichererbsen
Obst, z. B:
Weintrauben, Feigen, Sykomorenfeigen,
Datteln und Granatäpfel, Kürbisse
Fleisch:
Ziegen- Schaf- Schweinefleisch,
sowie Rindfleisch und Gazellenfleisch
Geflügel:
Tauben, Gänse, Enten
Außerdem gab es
täglich frischen Fisch
Gewürzt wurden diese Gerichte mit:
Kreuz- und Schwarzkümmel, Senf, Koriander, Dill, Wacholderbeeren, Knoblauch
in rauen Mengen...
Nachspeise gefällig? Kuchen, süßes Brot, eingelegte Früchte. Gesüßt wurde
mit Honig.
Getrunken wurde überwiegend Wasser und Bier. Das Wasser wurde eventuell
mit Honig oder Fruchtsaft gesüßt. Das Bierbrauen war wesentlich aufwendiger.
Zunächst siedelte eine "Brauerei" direkt neben einer "Bäckerei", denn
das Bier wurde mit "Pesem" angesetzt, dem Fladenbrot. Zum Gären kamen
Datteln hizu, die die Hefekulturen lieferten. Mit Wasser wurden Brot und
Datteln zu einem Brei gestampft, der dann zum Gären ruhen mußte. Anschließend
siebte man die Flüssigkeit und füllte sie möglichst schnell, damit so
wenig Kohlensäure wie möglich entwich, in kleine Behälter ab. Nach dem
"Ägyptischen Reinheitsgebot" gebrautes Bier war nur begrenzt haltbar und
zum sofortigen Gebrauch bestimmt. Wein war nur für die Vornehmen bestimmt.
Die besten Weingüter lagen im Delta und in den Oasen aber auch aus Syrien
wurde Wein importiert. Angebaut wurden übrigens nur rote Trauben.
Frau beim Mahlen,
5. Dynastie, um 2400 v. Chr. Ägyptisches Museum Leipzig.
Kalkstein, Höhe 26 cm. Korn wurde im Mahlstein zerrieben, anschließend
gesiebt. Trotzdem waren die verbliebenen Steinpartikel nicht gerade zahnfreundlich.
Opfertisch aus dem Grab des Rechmire, 18. Dynastie, um 1450 v. Chr. Auf
ihm sieht man: Lattich, Lauch, Feigen und Weintrauben, mehrere Kürbisse,
2 Gänse, Kopf, Vorderbein und Rippe vom Rind, dazu mehrere Kuchen und
Brote.
Die Möbel der
Ägypter zeigen heute noch ihre einfache und formvollendete Eleganz. Zweckmäßigkeit
und Schönheit vereinten sich und manches Möbelstück könnte man sich auch
in heutigen Wohnungen vorstellen. Zu der Einrichtung eines Hauses
gehörten u.a. Tische, Stühle, Sessel, Schemel und Betten samt dazugehörenden
Nachtkästen. Schränke kannte man nicht. Um Kleider, Schuhe, Waffen, Geschirr
und andere Dinge aufzubewahren, wurden Truhen benutzt. Ganz wie wir heute
schmückten die Ägypter ihr Heim mit schönen Dingen. Kissen machten die
Stühle bequemer, aufwendig geflochtene Bastmatten oder gewebte Tücher
mit Motiven hingen vor den Fensteröffnungen, Lampen, zart und durchscheinend
sorgten für angenehmes Licht. Selbst Blumenvasen fehlten in keinem Haushalt.
Wer es sich leisten konnte, schmückte sein Bett mit einem Baldachin, von
dem zarte Leinenstoffe herabhingen. Vorratskrüge für Wein wurden in eigens
dafür angefertigten Ständern aufbewahrt. Die Handwerkskunst im
alten Ägypten war sehr ausgeprägt und fortschrittlich. Man benutzte damals
Werkzeuge die sich bis heute kaum verändert haben. Hier sind nur einige
wenige aufgeführt:
Hammer, Beil, Meissel, Stechbeitel, Holzdübel, Bohrer und sogar Nägel.
Mit diesem Handwerkszeug haben die Ägypter zeitlose und geschmackvolle
Möbel geschaffen. Die Reichen des Landes liessen ihre Möbel zudem mit
Gold, Edelsteinen und Elfenbein aufwendig verzieren. Einlegearbeiten waren
ebenso beliebt. Da Ägypten ein Wüstenland, und Holz daher Mangelware ist,
wurde das wertvolle Holz teilweise importiert.
Die Libanon-Zeder sei hier als wichtigster Importartikel genannt. Ausserdem
wurde Akazien- und Ebenholz verarbeitet.
Mehr Bilder
zu Möbeln im alten Ägypten gibts im Tut-Ench-Amun
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