Am Horizont der Sonne

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Die Schreine

1:Der goldene Kanopenschrein

Höhe 198 cm, Breite 122 cm, Länge 153 cm, vergoldetes Holz.
Der Aufsatz ruht auf einem Schlitten; seine Krone ist mit Uräusschlangen aus blauem, rotem und grünem Glas verziert. Seine Pfosten sind mit allen meinen Titeln beschriftet. Zwischen den Pfosten beschützen die vier Schwestern des Osiris - Isis, Nephtys, Selket und Neith den eigentlichen Schrein. Die 4 Göttinnen sind im Stile der Amarna-Zeit gearbeitet. Die enganliegenden Plissegewänder, das chat-Kopftuch und der leicht zur Seite geneigte Kopf sind für die plastische Kunst des alten Ägyptens völlig untypisch.
Da kommt noch ein wenig der Amarnastil durch. Der Kanopenschrein selbst sollte meine mumifizierten Eingeweide beschützen. Jede Seite des Schreins zeigt einen Gott, bzw. Göttin, die die Hand nach einem der Horuskinder ausstrecken:
Isis nach Amset
Geb nach Duamutef
Ptah-Sokaris-Osiris nach Kebehsenuef
Nephtys nach Hapi

2:Kanopentruhe aus Kalzit

sie ist 85 cm hoch. Sie stand, von einem Leinentuch bedeckt in einem weiteren Schrein in Innern des Kanopenschrein. Die Inschriften der Truhe rufen die vier Göttinnen, die hier ohne Flügel dargestellt sind, um Schutz und Beistand an. Die Truhe wurde aus einem einzigen Kalzitblock geschnitten, der pultartige Deckel war mit Ösen und Schnüren an der Truhe befestigt. Die am unteren Rand umlaufendeVerzierung zeigt Djedpfeiler und Isisknoten. Die Inschriften an den Seiten der Truhe, mit denen die Göttinen um Beistand angerufen werden, sind mit blauen Pigmenten eingefärbt. Die Truhe steht ebenfalls auf einem vergoldeten hölzernen Schlitten. In dieser Truhe fanden sich die 4 Kanopenkrüge - deren Gesichter allerdings kaum mir gleichen - da hat wohl einer alte Restbestände oder was gerade zur Verfügung stand, hergenommen. Drin sind die Miniatursärge, die meine Eingeweide enthielten

3:Der goldene Statuenschrein

Der mit Blattgold auf Leinen und Gips verzierte Schrein steht auf einem hölzernen Schlitten, der mit Silberblech belegt ist. Rundum ist er mit feinster Treibarbeit dekoriert und zeigt mich und Anchesenamun mal in halböffentlichen, mal in zeremoniellen, mal in privaten Posen. Die Türhälften zeigen Szenen, in denen die Königin den Pharao beschenkt. Die Form des Schreins enstspricht dem des oberägyptischen Schreins der Geiergöttin Nechbet. So ist auch dieses Objekt auf dem Dach mit 14 Darstellungen der Göttin verziert. Howard Carter fand dieses bemerkenswerte Schmuckstück in der Vorkammer des Grabes. Die Figur, die der Schrein einmal beherbergte scheint geraubt worden zu sein. Insgesamt ist dieses Kunstwerk nur 50,5 cm hoch, der Schlitten, auf dem es steht ist 48 cm lang.

 

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