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Ritualbetten
In der Vorkammer standen völlig unbeschädigt und noch an an ihrem ursprünglichen Platz drei vergoldete Ritualbetten. Sie wurden niemals als echte Betten benutzt, denn die Inschriften lauten auf "Osiris Nebcheperure", was darauf hindeutet, daß diese Betten für das Leben im Jenseits bestimmt waren. Die drei Betten können in vier Teile zerlegt werden. Und zwar in die Seitenteile - die Tierkörper - den Rahmen und die Auflage. Außer dem Rahmen sind alle Teile mit Gips verkleidet und anschließend vergoldet worden. 1: Das Ritualbett der Meht-Weret Die wunderbar naturgetreuen Löwenköpfe bilden den Blickfang bei diesem Möbelstück. Die Details in den Gesichtern der Göttin wurden aus farbigem Glas gestaltet: Blau für die Nase und die Tränenkanäle unter den Augen, Schwarz für die Augenränder. Die äußerst lebendig wirkenden Augen bestehen aus transparentem Quarz . Die naturgetreue Wirkung der Augen erzielte der Künstler dadurch, daß er die Pupillen und die Iris auf die Rückseite des Quarzes malte.Trotz aller Sorgfalt der Künstler unterlief ihnen doch ein kleiner Fehler. Die Inschriften auf diesem Bett wurden mit der Inschrift auf dem Bett der Isis- Mehtet vertauscht, was bei den Ausgräbern zunächst für Verwirrung sorgte. 2: Das Ritualbett der Ammut "Die Totenfresserin" oder "Die Verschlingerin" wird diese Göttin genannt. Sie taucht meist in Darstellungen von Gerichtsszenen im "Buch der Toten"auf, wo sie nach der Prüfung für das Reich des Osiris die Herzen derjenigen frißt, die diese nicht bestehen. Die Göttin mit dem Nilpferdkopf, dem Krokodilkörper und den Löwentatzen ist mir jedoch wohlgesonnen. Denn die Inschrift lautet: "Der König wird geliebt von Ammut" 3: Das Ritualbett der Isis- Mehtet Blaues Glas bildet das kleeblattähnliche Dekor auf
den Leibern der Kühe. Die Augen sind aus bemaltem Quarz und die Augenränder
wiederum aus Glas. Gekrönt sind die Statuen der Göttin mit der
gehörnten Sonnenscheibe - dem Kopfschmuck der Isis. Am Fußteil
des Bettes bieten die Zeichen djet und tit (Dauer und Leben)
magischen Schutz. Auf der Liegefläche besagt die Inschrift:
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