Am Horizont der Sonne

 

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Die zwei Gesichter Tut-Ench-Amuns

Unzählige Male, mit modernen Methoden der Forensik, oder Special-Effektkünstler, haben Wissenschaftlerteams unabhängig voneinander mein Antlitz, das des Pharaos Tutenchamun, rekonstruiert. Forscher aus aller Welt stürtzten sich dabei auf meine Mumie. Suchten und wühlten in meinen Genen und Knochen.
Die Gesichtsrekonstruktionen sind im Großen und Ganzen sehr ähnlich, was einerseits für die Güte der forensischen Methoden spricht und andererseits die Gewißheit gibt, daß ich, der berühmte, im Alter von etwa 20 Jahren gestorbene Pharao, wahrscheinlich so ausgesehen haben muß. Abweichungen gibt es lediglich bei der Form der Nasenspitze und der Ohren. Das Aussehen dieser Weichteile läßt sich verständlicherweise aus der per Röntgentomographie ermittelten Schädelform nicht ableiten. Hier bleibt die künstlerische Phantasie gefragt. Auch stehen die Ohren einmal mehr und einmal weniger ab. Normalerweise wird die Methode der Gesichtsrekonstruktion genutzt, um verweste Leichen zu identifizieren.

So sehe ich, die wohl Berühmteste unter den altägyptischen Mumien euch nach über 3.300 Jahren fast so eindringlich an, wie zu meinen Lebzeiten. Übrigens hat Katharina dieses Bild auch hergenommen um ihr neues Cover von dem Roman "Am Horizont der Sonne" zu schmücken. Also, wenn ihr das Buch kauft, könnt ihr mich selbst sehen.

Apropos Bilde: mein Körper, den ihr hier auf einigen Seiten seht, hat Elke mit ihren Poserfiguren gemacht und sie Katharina für ihre Cover zur Verfügung gestellt.