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Die
Qualitäten des Goldes Das beliebteste und am häufigsten in Amuletten und Schmuck übernommene Pflanzenmotiv sind Lotosblüten und -knospen. Der Lotos ist das Sinnbild ewiger Wiedergeburt. Er taucht als Knospe bei Sonnenaufgang aus dem Wasser auf, öffnet und entfaltet sich zur Blüte und sinkt am Abend in das Wasser zurück. Der Duft der Blüte erfüllt Tote mit neuem Leben, wie es viele Darstellungen in Gräbern bezeugen. Nächst dem Lotos kommt am häufigsten die Papyruspflanze vor, das Symbol des Grünens, Gedeihens und der Regeneration.
Die Kunsthandwerker des alten Ägyptens waren Meister ihres Fachs. Mit lang in Vergessenheit geratenenTechniken, die erstmals wieder in der Neuzeit (Renaissance) entdeckt wurden, schufen die Goldschmiede der damaligen Zeit wahre Schmuckstücke. Indem sie Blattgold herstellten, Gold schlugen, löteten, granulierten, Golddraht oder Fassungen für Edelsteine herstellten, schufen sie für Tut-Ench-Amun unzählige Schmuckstücke, von denen keines dem anderen gleicht.
Vier Paar Ohrringe fand Carter in einer kartuschenförmigen Truhe im Grab. Sie wurden mit buntem Glas, Karneol, Kalzit, Fayence und Harz verziert. Der Ohrring mit dem Vogelmotiv (oben) stellt eine Besonderheit dar: Der Leib, die Flügel und die Fänge weisen auf einen Raubvogel hin, wogegen der Kopf eindeutig der Kopf einer Ente darstellt.
Der Ohrring mit den zwei Uräen
ist eigentlich ein Ohrstecker und dadurch nicht so schwer. Man vermutet,
daß Tut-Ench-Amun diese Schmuckstücke nur als Kind getragen
hat und die Stecker so bequemer und leichter für ihn waren. Der Ohrschmuck
(in der Mitte) zeigt wiederum zwei Uräen, die eine Figur des jugendlichen
Königs flankieren. Der untere besteht aus Rotgold, ein Effekt, der
durch Beimischen durch Eisenoxid entsteht. Die Ohrringe
sind alle zwischen 7 -11 cm lang
In Hawara, unweit der Pyramide des Amenemhet III. fand man das Grab seiner Tochter Neferuptah - eine Prinzessin der 12. Dynastie. Aus Goldblech getriebene Falkenköpfe zieren ihren Halskragen, indem Reihen von Röhrenperlen aus grünem Feldspat und Karneol mit Goldperlen voneinander getrennt, miteinander abwechseln. Den unteren Abschluß zieren tropfenförmige Perlen. Das Menit (Gegengewicht) ist nach gleichem Muster aufgebaut.
Ein Paar Perlenarmbänder - vermutlich- aus dem Nachlaß der Königin Ahotep.
Halsschmuck aus der Ptolemäerzeit - Unter dem Himmel Ägyptens, angesichts der uralten Hochkultur, bildete sich in Alexandria eine Variante der kosmopolitischen hellenistischen Kunst heraus, die spezifisch "alexandrinisch" ist. Griechische Künstler nahmen Anregungen aus der pharaonischen Kunst auf und gestalteten ägyptische Motive in griechischen Formen. In alexandrinischem Goldschmuck finden sich kaum noch klassischägyptische Elemente
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