Am Horizont der Sonne

 

Sachmets Bestsellerliste

bissige, nachdenkliche und hintergründige Gedanken zur Literatur oder dem Leben allgemein


Ähnlichkeiten mit lieferbaren, bereits eingestampften oder zensierten Personen oder Titeln sind rein zufällig :-)

2.Juli 2009

Sie haben meine Bestseller mittlerweile mehr als vermißt? Keine Zeit - Sorry! Kleiner Nachtrag zur letzten Bestselleraugabe kommt hier.

Nachdem die kleine Mittelmeerinsel - wir nennen ja keine Namen, sonst fühlt sich die Autofirma noch auf den Schlips getreten - nach der 1. Reparatur wieder in unsere Hände geriet, "freuten" wir uns erst recht über diese Schüssel:

Einmal hatte ich den Haltegriff über der Tür in der Hand, Jürgen ist irgendwas entgegengehopst, als er die Rückbank umgelegt hatte. Stopfte es einfach wieder rein, klappte alles zu.... ständig Kracher beim Kuppeln....Scheibenwischer quietschen und rubbeln beim wischen...Radio scheppert und lispelt...etc.etc.etc.

Schweigen wir darüber, Schwamm drüber :-))) So wechselten wir nach einem weiteren Monat und ein bißchen Verlust zu unserer alten Marke mit dem grünen Pfeil - nichts scheppert, quietscht oder kommt entgegengehopst.... einfach göttlich!!!

 

 

 

16. September 2008

Sie haben meine Bestseller vermißt? Dann wird Ihnen hier geholfen. Sie haben schon lange nichts mehr aus der deutschen Wirtschaftswunderwelt gehört? Dann lesen Sie meine neuesten Erfahrungen mit einem Autohersteller:

Der Große mußte weg, hatte schon 4 1/2 finanzierte Jahre auf dem Buckel und so entschieden wir uns für einen Kleinen mit etwas weniger Spritverbrauch und günstigerer Versicherung. Die Wahl fiel auf einen nagelneuen, fabrikfrischen Kleinwagen aus Spanien mit dem Namen einer schicken Mittelmeerinsel - das allerneueste Modell.

Nach 10 Tagen, am 5. September, war er geliefert - äh... nach 10 Tagen wurde er geliefert und nach 11 Tagen war er geliefert. Er schaffte es etwas weiter als vor einigen Jahren der berühmte Roller, der weiter unten erwähnt ist. Nämlich genau 233 Kilometer. Dann gab erst der Scheibenwischer den Geist auf. Ein tolles Gefühl auf der Autobahn im strömenden Regen! Kann jedem nur davon abraten, das einmal selbst auszuprobieren. Aber das Tollste kommt ja noch: man zieht den Schlüssel und das Radio läuft weiter, während gleichzeitig die Motorlüftung anspringt. Blinken kann er auch nicht!

Fernlicht? Pustekuchen!

Innenraumbeleuchtung? Zappenduster.

Sich melden, wenn man sich nicht angurtet und piepsen, wenn man das Licht vergißt auszumachen? Schweigen!

Und das an einem Samstagmittag. Samstagabend hatten wir nach endlosem vergeblichen Suchen in den Unterlagen, der Bedienungsanleitung oder sonstwo in den Papieren von dem Auto, endlich im Internet (!) die Servicenummer gefunden. Man leitete die Sache weiter und am Sonntagmorgen kam ein freundlicher Autohausbesitzer aus dem Nachbarort, brachte gleich einen Leihwagen und nahm die kleine Insel mit.

Ohoh, er findet den Fehler! Nein, keine fehlende Dichtung oder defekte Sicherung! Nein, kein eindringendes Wasser! Wenn wir etwas kaufen, ist es gleich immer ein Totalschaden! Denn irgendein spanischer Senor hat wohl Fiesta gefeiert, ist anschließend an seinen Arbeitsplatz zurückgekehrt und hat den gesamten Kabelbaum in dem Auto verkehrt herum eingebaut! Und mehrere Kabel waren gleich ganz kaputt.

Unsere Schuld? Mitnichten. Kaputte Sache gekauft? Noch Rückgaberecht! Super! Nur nehmen die das Ding nicht mehr!!! Es muß erst 2x was dran gewesen sein und repariert worden sein! Kommt mir irgendwie bekannt vor...

Nichts daran zu ändern, selbst ein Anruf bei unserem Anwalt brachte nicht das gewünschte Ergebnis. Der Kabelbaum wird nun repariert, ein Neuer bestellt. Bis der da ist, vergehen 3-4 Monate und dann wird das niegelnagelneue Auto komplett bis auf die letzte Schraube auseinandermontiert. Na dann, viel Spaß!

Apropos Schraube, kann es sein, daß manche wirklich locker sitzen? Wäre es nicht einfacher gewesen, ein neues Auto auszuliefern? Aber Recht haben und Recht bekommen sind immer noch 2 Paar Schuhe. Empfehlenswert ist diese Automarke mit ihrem Geschäftsgebahren nicht unbedingt. Ich wäre besser bei denen mit dem grünen Pfeil geblieben!

 

 

8. März 2008

Du erfreust uns tagtäglich mit deiner Kreativität:

Wenn du Schulen, Hauswände, Mülleimer und Parkbänke, etc. mit Farbe beschmierst!

Deine Musikalität ist bemerkenswert:

Wenn du nächtens mit aufgedrehtem Autoradio an Ecken stehst und uns die Nachtruhe raubst!

Dein Sportsgeist ist immens:

Wenn du in Horden auftauchst und stundenlang nichts besseres zu hast als mit Skateboards die Kirchen- oder Schultreppe/Bürgersteige/Gartenmauern hoch und runter zu jagen!

Dein Teamgeist ist gut ausgebildet:

Wenn du blöde plärrend mit anderen Hirnlosen rechte Parolen verbreiten willst!

Dein Sprachschatz macht uns schweigend:

Weil du nur noch "eh Alder" stammeln kannst, keinen einzigen sinnvollen Satz zusammenhängend herausbringst und die Dummheit immer weitere Kreise zieht!

Du bist spannender als jeder Krimi:

Wenn du in U-Bahnhöfen, Zügen, Bussen Menschen aus Spaß verprügelst, niederstichst, zu Tode tretest!

Du bist Deutschland!

 

Lieber Herr Peter M., dein Wille geschehe:

  • Wenn du dein Ziel auf Kosten der Bergleute erreichen willst!
  • Wenn du das Saarland in ein Armenhaus verwandelst, weil gut 10 000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen!
  • Weil 500 Leute nicht mehr alle Tassen im Schrank haben ( siefielen bei Erderschütterungen heraus) müssen 5000 darunter leiden und um ihre Zukunft bangen!
  • Weil du 10 Mrd.€ Schulden hast!
  • Weil weder Brüssel noch Berlin die Kohlesubventionen umwandeln wollen!
  • Weil wir uns vollkommen vom weltweiten Energiemarkt abhängig machen!
  • Weil die Bergleute, die jahrhundertelang für dieses Land ihre Arbeitskraft, Leib und Leben gegeben haben, neuerdings als "Terroristen" beschimft werden

Du bist Saarland!

Oh, Pardon, in diesem Falle muß es heißen:

L´ Etat cest moi!

 

 

30. Dezember 2007

Wieder ist ein Jahr vorbei. Und wie überall versuche ich ebenfalls einem Rückblick. Allerdings habe nicht vor, das vergangene Jahr durchzuhecheln. Nein, ich begnüge mich damit, die vergangene Woche Revue passieren zu lassen, insbsondere die Fernsehwoche. In einem Ranking präsentiere ich Ihnen nochmal die Highligths über die Weihnachtsfeiertage.

Platz 5 belegt Der Wachsblumenstrauß mit 3 Wiederholungen. ( Mörder Ahoi und Vier Frauen und ein Morden schlagen ab, sie schafften es nur auf 1, bzw. 2 Wiederholungen) Miß Marple fährt auch nur 1x um 16:50 ab Paddington

Platz 4 teilen sich Familie Heinz Becker und Die größte Geschichte aller Zeiten mit 4 Wiederholungen.

Platz 3 gebührt Drei Nüsse für Aschenbrödel mit 5 Wiederholungen (davon 3x an einem Tag in einem Programm (Glückwunsch WDR für die einfallsreiche Programmgestaltung)

Platz 2 gehört den Horrorfilmen - ich zählte 8 Gruselschocker

Platz 1 belegen die Actionfime! Ganze 15 Stück, besinnliche Weihnachten!

Soll ich tatsächlich den Vorausblick wagen? Nun, Sie werden staunen. Das neue Programmheft liegt vor mir.

Platz 5 Eine Doku zum Dinner for 0ne mit 3 Wiederholungen

Platz 4 Ein Herz und eine Seele mit 6 Wiederholungen

Platz 3 die Actionfime mit 11

Platz 2 die Horrorfilme mit der tollen Zahl 13

Platz 1 Der 90. Geburtstag oder Dinner for one (denken Sie sich hier den Trommelwirbel :-) Mit ungeschlagenen 20 Wiederholungen an einem einzigen Tag , davon 8 in hessisch, auf Platt und schweizerisch, die ungekrönte Königin des alten Jahres!


Insgesamt 20x dürfen sie an Silvester mit Miß Sophie Geburtstag feiern. Aber hüten sie sich, auch mit Butler James mithalten zu wollen. Hat der arme Kerl doch schon so genug zu tun:

4x Weißwein, 4x Portwein, 4x Champagner, 4x Sherry und ein kräftiger Schluck aus der Blumenvase. Jetzt rechnen Sie das mal hoch: 320 x das Glas, und 20 x die Blumenvase heben!!! Da können Sie sich jeden Silvesterball abschminken.

Auf ein gutes Jahr, oder soll ich besser sagen: The same procedure...

 

September 2007

Achtung: Text ist von mir schon zur Raucherfreien Zone erklärt!

Seit Monaten schon ist überall von Pups-Verboten die Rede. Teils wurde es schon durchgesetzt, teils wird noch dran gefeilt: Pupsverbot in öffentlichen Gebäuden, Pupsverbot in Restaurants und Diskotheken, Pupsverbot am Arbeitsplatz. Jetzt soll auch noch das Pupsen in Autos verboten werden. Wegen der Feinstoffpartikel.
Diese Augsburger Puppenkiste, allen voran Königin Angela die viertel vor zwölfte hat wirklich alle Hände voll zu tun. Bei manchen Reformen weiß man nicht, sind es verfrühte Aprilscherze oder nicht ausgereifte Darmwinde. Die Reformen fliegen einem nur so um die Ohren; kaum vergeht ein Tag ohne neueste Pupser aus irgendeinem Politikerkopf.

Ich hätte auch noch Vorschläge - kann ich noch mitspielen?
Also: Stellen Sie sich folgende Szene vor:
Ein vehementer Vegetarier trifft in einem pupsfreien Restaurant auf einen steakessenden Gast. Was läge näher, als fleischfreie Zonen einzurichten! Oder ein Alkoholverweigerer fühlt sich durch den Anblick eines frisch gezapften Pilses empfindlich berührt - sollen die Biertrinker nach draußen gehen oder die Anderen?
Und was macht in diesem Fall der Vegetarier? Aber - wenn man draußen steht, ist das nicht auch gesundheitsschädlich? Schließlich haben Klimawandel, Treibhauseffekt und fürchterlich qualmende Autos und Kraftwerke unsere gute Luft verpestet...(ehrlich gesagt, würde ich, wenn ich die viertel vor zwölfte wäre, erst mal der Industrie und Wirtschaft auf's Dach steigen)
...Also doch wieder rein, außerdem wird's Winter - da wird's zwar nicht so kalt, wie man es von den guten alten Zeiten gewohnt ist - und mit dem Rauchen aufhören. Zumindest für die Dauer des Aufenthaltes im Lokal.


Allerdings, wenn ich mir das so überlege — ein Steak kann ich mir selbst brutzeln, ist in 10 Minuten fertig und bekomm es zu Hause für ein Viertel des Restaurantpreises. Außerdem kann ich mir den Metzger aussuchen, halte also das Risiko auf eine ordentliche Portion Gammelfleisch zu stoßen auf Null. Das Glas Wein, dass ich gern dazu trinke, kann ich genießen, denn ich muß mir nicht zwischen Vegetariern und Biertrinkern eine Öko-Nische suchen. Zudem verhalte ich mich völlig korrekt, denn dadurch, dass ich nicht mehr fahren brauch, spar ich Sprit, verströme keine Feinstoffpartikel. Und ich kann die ganze Flasche austrinken, denn die Polizei kommt nicht, um mich auf dem Weg zum Sofa anzuhalten damit ich puste.... Noch nicht..

 

 

September 2006

Im Prinzip bin ich eine Eva. Und ich denke schon lange,daß Frauen einfach nicht artgerecht gehalten werden. Arbeiten, Kinder und Mann versorgen, bitte - das ist doch unzumutbar! Kinder und Mann reicht völlig aus. Und dann dieses völlig untypische Verhalten von unseren modernen Frauen: sich in die Männerwelt einklinken und mitreden wollen. Die Paschas wollen unter sich sein, wollen kein weibliches Wesen in ihrer Nähe, wenn sie an der Theke hängen und mit ihren Jagderfolgen prahlen oder still vor sich hin brüten, um ein Problem zu lösen.

Die völlig aus der Art geschlagene moderne Frau sehnt sich zurück an den Herd, an das Lagerfeuer! Sie will mit ihren Artgenossinnen kommunizieren, tratschen, Erfahrungen austauschen und Beeren (bzw. Schuhe) sammeln. Das was in Millionen von Jahren gewachsen und gediehen ist, hatte Jahrzehnte lang keine Gültigkeit mehr. Frau emanzipierte sich, erklärte anderen "mein Bauch gehört mir", machte Karriere und Politik. Doch um welchen Preis???Heute weiß sie nicht mehr, wohin sie gehört.

  • Zu den Männern kann sie nicht gehen, denn wir wissen ja, daß die nicht zuhören
  • zurück zu den Frauen, die trotz aller Emanzipation am Herd geblieben sind... über was soll sie mit denen reden?
  • zu den anderen Karrierefrauen, die am Feierabend den Tag nochmal durchhecheln? Macht auch keinen Spaß

Fazit: Zurückemanzipieren! Die Männer wieder darin bestärken, sich einen Harem zuzulegen - zurück zu den Wurzeln der Gemeinschaft, zur Großfamilie - Tanten, Cousinen, Schwestern, Urhammel, Großbutter, Butter und Zimt alle unter einem Dach vereint.

Somit wären die vor sich hinbrütenden Problemlöser und Nichtzuhörer wieder allein für sich - sowie es ihre Gene von ihnen verlangen und Frau hätte endlich die ersehnte Erfüllung: Kinder, Herd, Höhle und Artgnossinnen, die sie verstehen!

 

Mai 2006

Soso, König Tut muß mal wieder herhalten. Beginnt nun schon das Sommerloch, oder sind es wahrhaftig königliche Neuigkeiten? Pharaos Zipfel ist wieder da! Hat den vielleicht jemand vermißt?

Vor kurzem - im Februar erst - spekulierte ich in einem Forum über die "letzte" Meldung seiner unzähligen Tode. Da wurde behauptet, daß König Tut an einem Schwerthieb verstorben sei:

Ich bin ja nun so ziemlich eine der durchgeknalltesten "Fans" von Tuti und schrieb ihm sogar ein Leben, daß er nie hatte. Aber diese Unmengen an Meldungen darüber, wie er denn letztendlich sein letztes Schnauferl getan hat - entschuldigt - aber das geht mir auf den Geist. Er starb an:

1. Einem Mückenstich der eine Blutvergiftung auslöste
2. An einem Jagdunfall
3. An einer ominösen Knochenkrankheit
4. An einem Wasserkopf
5. An einem Gendefekt
6. An einem Schlag auf den Hinterkopf
7. An einem gebrochenen Oberschenkel
8. Er wurde vergiftet/ erwürgt/ etc.

Und nun - last - aber wahrscheinlich nicht but not least - starb er an einem Schwerthieb ins Knie. Mal gespannt, was als Nächstes ins Rennen kommt um ein paar Schlagzeilen zu füllen. Ach - übrigens - in meinem Roman nippelt er am Ende auch ab. Aber da darf er es - nach einem erfüllten Leben.

Tja, damals fragte ich mich noch, mit was als Nächstes zu rechnen sei. Und nun melden einige Agenturen das wundersame Auftauchen seines Penisses. Völlig entmystifiziert und aller Wunder beraubt, wird behauptet, daß das gute Stück guter Durchschnitt war. Wer will das wissen??? Anfangen kann man damit nicht mehr viel...

Fragt man sich, wann der arme Kerl endlich seine Ruhe findet. Der Fluch des Tut-Ench-Amun - er betrifft nicht die anderen - nein - er trifft, selbst in peinlichster Weise, den jungen König selbst!

 

Nachdem ich auch nach über einem Jahr unzählige Zugriffe auf diese Seite hab - vor allem wenn Praktiker wieder diesen Roller im Angebot hat - muß ich hier einen Nachtrag setzen. Der untere Text ist Teil einer Glosse (allerdings ist es tatsächlich so passiert) und ich dachte nie im Leben, daß noch andere mit diesem Gefährt auf die Nase gefallen sind. Wir hatten mit diesem Roller nach der 1. Reparatur (die knapp 2 Wochen dauerte, weil die Werkstatt von diesen Rollern überquoll) weiterhin nichts als Ärger. Mal sprang er an, mal nicht. Spaß hat es keinen gemacht. Ende Oktober dann platzte die Kupplung. Ein kurzer Rückruf bei Praktiker beendete dann die "Karriere" dieses Dings. Praktiker schickte einen Spediteur, der den Roller abholte und wir bekamen anstandslos unser Geld wieder.

September 2005

Nun gut - ich muß mich entschuldigen, daß es schon so lange keine "Bestseller" mehr gab. Aber es war eben nichts los. Bis diese Woche. Nachdem ich hier schon einige große Firmen auf die Schippe genommen hab, kann ich heute mit einem weiteren Highlight aus der deutschen Wirtschaft aufwarten.

"Geht nicht - gibt's nicht - Praktiker" verkaufte Roller im Angebot - ein wahres Schnäppchen, auf das ich schon lange gewartet hab und das im Zuge der unverschämten Benzinpreise dazu beitragen kann, den Verbrauch auf kurzen Strecken etwas zu senken.
Am Samstag vor Maria Himmelfahrt sahen wir das Ding im Laden stehen, aber der Verkäufer sagte gleich, daß das Angebot erst ab dem 16. 08 gelte, also Dienstag. Aber, versicherte er uns, rufen sie früh am Dienstagmorgen an, machen sie einen Kundenauftrag und das Gerät wird ihnen bis mittags reserviert. Gesagt getan - um halb 9 schon wurde uns das Gerät zugesichert. Um 12:00 bekam ich einen Anruf, daß alles glatt gehen würde und der Roller bestellt würde -
in 2-3Wochen wäre er dann da ???

???Wie??? Rückruf bei meinem Mann, der alle Telefonate von der Arbeit aus getätigt hatte. Also rief er nochmals im Praktiker an. Fazit: die Dame im Verkauf hat geschludert, vergessen, ein Schild mit "Verkauft" an einen Roller zu hängen. Beschwerde in der Zenrale, mit der Zusicherung, das Gerät innerhalb 1-2 Wochen zu bestellen. Schön! Mein Mann hat auch nichts besseres zu tun, als morgens eine Versicherung zu beantragen und sie nachmittags wieder abzubestellen....

Die Zeit des Wartens wurde nicht allzu lang und... letzten Dienstag, also am 30.08, konnten wir den Roller abholen. Schnell Reservekanister voll machen, die Versicherung und Nummernschild holen und ab mit dem Ding.

Am nächsten Morgen mußte mein Schatz noch einmal zur Versicherung, um ein paar Formalitäten zu erledigen - er nahm den Roller gleich mit....

  • nach dem Besuch in der Versicherung sprang das Ding nicht mehr an
  • schob es auf einen großen Parkplatz in der Nähe und probierte weiter
  • schob es aus dem Verkehr, als er merkte, daß alles Benzin auslief
  • fand einen mitleidigen Mofafahrer, der ihn die 5 km nach Hause fuhr
  • rief in der angegebenen Service-Werkstatt an, die sagten, sie riefen gleich zurück... was nicht passierte
  • das Ende vom Lied waren 3 (!) Stunden dauertelefonieren!
  • die maßgebliche Werkstatt sagte, daß Ding nähmen sie nicht an, sie wüßten von nichts, seien nicht zuständig
  • Praktiker-Filiale sagte, melden Sie es an die Werkstatt
  • Werkstatt betonte nochmals nicht zuständig zu sein und beschimpfte ihn, weil er ein Sonderangebot gekauft hätte
  • Polizei angerufen wegen dem auslaufenden Benzin - es mache nichts, es sei denn, es passiert was...
  • Adac angerufen wegen abschleppen - sinnlos, sie tätens, wenn eine zuständige Werkstatt gefunden sei
  • Praktiker-Zentrale angerufen und gemault -
    sie sollten das Ding gefälligst zurücknehmen/Geld erstatten.
  • Machen sie nicht!
  • endlich nach über 2 Stunden telefonieren zuständige Werkstatt gefunden
  • zuständige Werkstatt kommt und schleppt ab
  • zuständige Werkstatt sagt, sie hätten schon fast die gesamte Lieferung der Roller von Praktiker auf ihrem Gelände stehen! Einer kam sogar 100 km weit. Da konnten wir nicht mithalten - schafften nur 45 km
  • Rückgabe dieses Teils an Praktiker nur möglich, wenn evtl. nochmals ein Schadensfall eintritt.

Für mich ein klarer Fall von "Servicewüste Deutschland"! Das ist schon Kundenfeindlich - von mir auf diesem Wege die herzlichsten Grüße an Praktiker. Da schlägt das Kundenherz höher, vor allem, wenn der Kunde allein in diesem Jahr bei Praktiker schon für über 2000 € Ware gekauft hat!

 

"Zwischen-Stand": Dezember 2004

Kleiner Nachtrag zu dem unten geschriebenen und viele Grüße an die Telekom:

Die "Verarsche" wird jetzt groß geschrieben. Nach dem dieses verflixte T-DSL am Freitag immer noch nicht funktionierte, kam am Samstag morgen ein Techniker vorbei. Er prüfte erst alle Leitungen, dann klemmte er sein Prüfmodem an. Und - siehe da - dann klappte es. Also, sagte er, rufen sie unter der Servicenummer an und lassen sie sich ein neues Modem schicken. Und dann gings erst richtig los!!!

Unter der (kostenfreien) 0800 - dingsbumsnochetwas - 1000 sagte man "Moment ich verbinde Sie in die Technik!" Dort hingen wir sage und schreibe 25 Minuten in der Warteschleife. Wieder aufgelegt und nochmal die Endnummer 1000 angerufen - wir wurden mit der 2000 verbunden. Eine Viertelstunde Warteschleife, nochmal Spruch aufgesagt, nochmal in die Technik verbunden: Warteschleife. Nach weiteren endlosen Minuten, die wir in Warteschleifen hingen, erklärte uns einer, nachdem wir unseren Spruch zum bestimmt 10. Mal aufgesagt hatten, daß diese Anrufe zwar kostenfrei seien, die Verbindungen zu den anderen Servicebereichen jedoch eine 01805ger Nummer sei. Also hatten wir schon fast eine gute Stunde für 12 Cent die Minute in der Warteschleife verbracht.

Nachdem wir immer wieder weiterverbunden wurden, niemals die Technik erreichten, und mindestens 25 Mal einer Servicekraft im Callcenter erklärten, daß wir nur ein neues Modem bräuchten, riß uns nach gut 2 Stunden vergeblichem telefonieren der Geduldsfaden. Wir wollten uns beschweren. Sie glauben kaum, welche Antwort wir bekamen: "Da müssen Sie bei der Beschwerdestelle anrufen, das ist die Nummer: 0800 - dingsbumsnochetwas - 1000 - ich verbinde Sie" Und: wir hingen in der Warteschleife!

Schließlich gingen wir in den T-Punkt-Laden, wo wir auch das erste Modem erhielten. Dort bekamen wir anstandslos Ersatz, installierten es und - siehe da - auch das funktioniert nicht!

 

Stand: Dezember 2004

Von mir aus die liebsten Grüße an Oliver Pocher, den geilen Geiz und an Günther Jauch! Sie fragen sich wieso? Ich will es Ihnen sagen.

Herr Jauch steigt in die Achterbahn und sagt: "Ich würds machen!" Wir machtens auch - also legten wir uns ein DSL-Modem und wollten High-Speed ins Internet. Am 6. Dezember, quasi als Nikolausgeschenk, sollte alles freigeschaltet werden. Nur - es kamen keine Zugangsdaten. Ein Rückruf unter der (gottseidank) gebührenfreien Hotline klärte die Sache schnell - was heißt schnell? Es dauerte über eine halbe Stunde und 5 Rückrufe - es lag überhaupt kein Auftrag vor! Damit die Telekom nicht ganz ihr Gesicht verliert, sagten sie uns die Freischaltung für Mittwoch zu. Dienstags kamen auch prompt die Zugangsdaten. Den ganzen Mittwoch abend versuchten wir, laut mitgelieferter CD ,einfach und in 3 Schritten High-Speed ins Internet zu kommen - Pustekuchen! Jetzt ist Donnerstag morgen und ich bin nach alter Gewohnheit und viel Stecker-Stöpselei wie gewohnt mit 56k-Modem online gegangen.


Herr Pocher zeigt uns wie man heute gut und günstig Elektrogeräte kauft. Und der Mediamarkt hat diese Woche den von mir lang gewünschten Geschirrpüler im Angebot. Also, am Mittwoch ab ins Auto in den nächsten Markt - zugegeben, ich wohne in der Provinz und der nächste Markt ist knapp 20 km entfernt. Also hin, das Gerät begutachtet, alles in Butter, den nehmen wir. Aber bitte in Originalverpackung und nicht das Ausstellungsstück. Nein, nein, der ist vorrätig! Wir bezahlen,fahren hinter das Gebäude, bauen die Rücksitze im Auto um und warten. Wir warten eine halbe Stunde und der Herr in der Warenausgabe schwitzt und findet das Gerät nicht. Wir frieren, denn es ist knapp unter 0 Grad. Fazit - das Gerät ist nicht vorrätig, nur das im Laden an dem schon 1000 Leute die Klappe auf und zu gemacht haben. Nein - den wollten wir ja nicht, auch die Dreingabe von Calgonit Powerballs konnte uns nicht überzeugen. Auto wieder umgebaut, nochmal nach vorne fahren, nochmal in den Markt, Geld geben lassen.

Gleichzeitig versuchen wir vergeblich den im gleichen Markt gekauften CD-Brenner ins laufen zu bringen - irgendwie bekommt der Werbeslogan einen ganz anderen Sinn....

Um doch noch in den Besitz des heißersehnten Geschirrspülers zu kommen schlugen wir uns anschließend in die Saarbrücker Innenstadt. Kennen Sie die? Nun, sie haben nichts verpaßt. Eine Innenstadt, die fast nur aus Fußgängerzone, Einbahnstraßen und belegten Parkplätzen besteht, vor allem rund um den Saturn-Markt. Nach einer guten halben Stunde hatten wir endlich einen Parkplatz, liefen einen halben Kilometer zum Markt, fanden - oh Wunder - das gleiche Gerät 49,-€ günstiger, incl. 100 Calgonit Balls! Echt geiler Geiz! Und in Originalverpackung. Kaufen! Zurücklaufen! Auto holen! Abermals quer durch die Innenstadt mit ihrem weihnachtlichen Straßenverkehr, einer fährt uns fast in die Seite, ein Fußgänger läuft uns vors Auto - ist nix passiert - weiter. Wieder unter die "Berliner Promenade" Wer die kennt, weiß, wovon ich rede! Wieder eine knappe halbe Stunde warten, denn der Angestellte ist allein hier unten, er läßt das große Rolltor fallen und verschwindet für eine Weile.

Vollkommen durchgefroren, mit einem Geschirrspüler im Kofferraum fahren wir nach Hause. Ganz leise swingt im Hinterkopf ein Song, er bricht durch, rutscht auf die Zunge und will hinaus in die Welt:

LA-LA-LA- laßt euch nicht verarschen...

 

Stand: November 2004

Pünktlich zum Totensonntag brennen wie alle Jahre wieder die Adventslichter in den Fenstern. Nun geht es also wieder los - Weihnachten steht vor der Tür. Nikoläuse in allen Farben schillern uns vom Bildschirm entgegen. Der von der einen großen Kaffeefirma ist blau, der von der anderen großen Kaffeefirma läßt sich von kleinen Jungs mit einer Tasse guten Kaffees anlocken - soll ich Ihnen mal was sagen? Die Art von Weihnachten widert mich an! Seit September Weihnachtsgebäck in den Geschäften, seit ein zwei Wochen reitet alle Werbung auf dem Fest der Liebe - pardon, des Kommerzes. Es macht keinen Spaß mehr! Wo sind die Weihnachten geblieben, als es draußen im Winter noch schneite? Wo sind die Weihnachten geblieben, als der Duft von Orangen uns an das große Fest erinnerte? Wo ist die Zeit geblieben, als es noch keine Handys gab?


Und mein zweitliebstes Thema dieser Kolumne, das TV gibt auch nicht mehr viel her. Retro-Shows, 70ger,80ger,90ger - da fehlt wirklich nur noch 00 - also Millenium. Witzigkeiten ohne Ende werden einem präsentiert und gleiten doch oft nur ins peinliche ab, abermals werden Helden in den Dschungel geschickt, und känguruhhodenverspeisend zum König, bzw. zur Königin gekrönt. "Bäh!" kann ich da nur sagen.

Was auch sehr erfrischend ist, ist diese Sendung "Die hundert nervigsten..." Hat dieses Team denn überhaupt die Qualifikation über all das präsentierte so zu urteilen? An nichts und niemanden lassen sie ein gutes Haar. Alles war Käse, Mist und ganz furchtbar. Gäbe es die 100 nervigsten TV-Shows, bekäme diese Sendung von mir den 1. Platz

Nasen werden operiert, Falten geglättet, angefressener Speck muß von einem Spezialistenteam abgesaugt werden - ganz so, als wären sie die Verursacher dieser Misere. Aus ganz normalen Menschen werden unter Qualen Hollywood-Schönheiten! Ich frage mich, was das soll?

Vor einem haben uns die Geister der vergangenen Weihnacht bewahrt - vor den unzähligen Biografien der sogenannten Superstars! Mit einiger Mühe fand ich Die Macht der Zukunft und bekämpfe genau wie Schirrmacher ein seltsamens Phänomen: Nieder mit dem Jugendwahn!

 

Stand: September 2004

Holladiho! Die Alm ist vorübergezogen, einige Gsell'n kamen mit Bewährungsstrafen davon, andere wühlten weiter kräftig im Mist. Weit entfernt von Adel und Hochkarätigen suhlten sich Möchtegern-Promis im wahrsten Sinne des Wortes in der Scheiße. Vielleicht sammelten sie Erfahrungen und Lebensweisheiten, um sie dann im nächsten Herbst auf der Buchmesse vorzustellen? Titelvorschläge hätte ich schon. Zum Beispiel: Mein Leben am Abgrund, oder: Die neue Diät: Euterschnitzel.
Auch ein Kassenschlager - in Anbetracht der hohen Ölpreise - wäre ein Sachbuch: Wie heize ich nächsten Winter? - Sammeln und Sortieren von Kuhfladen


Es ist schon fast ein Sakrileg, heute keine Doku-Soaps anzusehen. Der Urlaub, der Bauernhof, die Frauen, die Familien, die Arbeit - alles wird im Fernsehen getauscht. Da fiel sogar Bill's Besuch bei uns kaum ins Gewicht. Jeder wollte nur genau wissen, wie es denn nun mit Monica gelaufen sei... Doch Clinton sagte: "das ist Mein Leben" und ließ uns im Ungewissen.
Auch Gloria die Fürstin versucht es mit einem Märchen. Vom "Punk-Aschenputtel" zur Thurn und Taxis.
Wahrer Adel dagegen spielt sich anders ab. Sie suchte die Liebe! So sagt es uns ein Autor in dem er alles, bisher nie Veröffentlichte über Diana ausplaudert. Diana, das Porträt, ist allerdings erst ab 1.9.04 lieferbar. Andere Autorinnen bekennen sich zu ihrer Eßlust, bekämpften sie gnadenlos und sagen uns ehrlich: "Ich war mal moppelich!" Zeigen wir doch einfach mal mehr Mitgefühl und Weisheit!

Nummer 1 sein heißt die Devise! Steigen wir mit in den Kahn. Ganz oder gar nicht! Denn nicht nur bei Büchern, auch im TV wird Sport großgeschrieben:
Olympia, Arschbombenwettbewerb, Saufwettbewerbe... Wird Zeit, daß unsere Prominenten richtig mit dem Weihnachtsgeschäft beginnen, ansonsten muß ich meine Kolumne hier einstellen oder umbenennen in Sachmets TV-Zeitschrift. Und Aus der Tiefe des Raumes hallt es zu uns hoch: Offen will ich sein und notfalls unbequem!

 

Stand: Juni 2004

Der Büchermarkt stagniert. Das wissen wir alle. Auch für meine "Bestseller" ist im Moment nicht viel zu holen. Alle warten gespannt auf Harry Potter, Troja, die Rückkehr des Königs und auf Übermorgen. Daher wende ich mich - bevor ich komplett ins Sommerloch falle - meiner zweitliebsten Beschäftigung zu: dem TV - aber total.
Derzeit der große Renner ist der sogenannte "Erstwählercheck". Lustig anzuhören und noch lustiger zuszusehen ist es bei den Fragen nach dem neuen Europa. Doch das Lachen bleibt einem Halse stecken. Jugendliche, auf deren starke Schultern die Älteren bauen - sollen sie doch einmal unser großes Erbe antreten - legen u. a. auf einer großen Landkarte Frankreich nach Weißrußland, Griechenland nach Ungarn. Die große Frage, warum man denn bei dieser seltsamen Variante der Kontinentalverschiebung nicht mehr im Meer baden kann, wird mit einem Achselzucken beantwortet.
Kein Wunder, eine der Befragten gab als Hobby stolz "saufen" an. Da sind wohl schon ein paar Hirnzellen in Alkohol konserviert.


Die nächsten Kandidaten machten aus Italien eine Monarchie, aus Spanien eine Bulimie (!) und aus Frankreich eine Monogamie! Was der Unterschied zwischen Demokratie und Monogamie sei wollte der Reporter dann wissen. Die kluge Antwort lautete:

"In einer Monogamie hat man, glaube ich, weniger Rechte als in einer Demokratie."
Das mag vielleicht auf manche Ehe zutreffen, auf die Grande Nation bestimmt nicht! Ein junger Mann wurde nach dem Namen unseres Bundeskanzlers gefragt. Gerhard! Mehr wußte er nicht. Dafür wußte er aber, daß Deutschland so, halt, äh, 300 Einwohner hat. Andere schätzten unsere Bevölkerungsdichte auf ungefähr 10 Milliarden. Einer kam der Sache ziemlich nahe und rettete so wenigstens ein klein wenig die Ehre der Jugendlichen.

Heute hörte ich im Radio, daß die deutschen Kinder (unter 12!) zuviel rauchen und saufen (ich vermeide den Ausdruck "trinken", denn der trifft es nicht mehr richtig). Auch hörte ich, daß die reformierte Rechtschreibreform ab 2005 endgültige Gültigkeit besitzt. Diese Rechtschreibreform scheint immens wichtig zu sein - andere Probleme, wie z. B. diese neue Geographiereform (s. o.) kennen die Schulen anscheindend noch nicht.
Ich wohne direkt neben einer Grundschule, daher konnte ich letzte Woche mitbekommen, wie ein ungefähr zehnjähriger Rüpel seinen Lehrer als Arschloch betitelte - vielleicht sollten die Lehrer in solchen Fällen den Spieß einfach mal umdrehen.


Unsere Jugendlichen, pardon, unsere Kinder finden es ja soooo cool rauchend und saufend über die Straße zu laufen. Der Pulk von Zwölf- Dreizehnjährigen, die sich nächtens zusammenrotten um lärmend und randalierend den Spießbürger auf ihre Pubertät aufmerksam zu machen, braucht keine Eltern, die sich sorgen, keine Polizei die sie stört. Ein Polizist versicherte mir letzten Monat, daß er eins von ihnen 3x in einer Woche volltrunken sicher zu Hause abgeliefert hätte. Nein, diese Kinder brauchen keine Aufsicht, sie kommen prima alleine zurecht. Sie brauchen nur ihren Ghettoblaster aus denen beschiss.. Hip-Hop und Rap ...ups, bescheidene Musik klingt, mit Texten die nichts als Mist verbreiten.
Ich muß aufpassen, wenn ich spät Samstags Abends aus meiner Hofeinfahrt fahre, daß ich keines der Kleinen, das volltrunken über die Straße torkelt, auf der Motorhaube sitzen hab. Noch schlimmer ist es, wenn ich gegen 3:00 Uhr nachts zurückkomme. Die ganz kleinen sind dann schon im Bett, nur die ab 14 sind übriggeblieben. Und die sind dann so voll, daß sie nur noch zu zweit oder gar zu dritt, ohne Helm und Licht Mofa fahren können. Alleine fahren schaffen sie dann nämlich nicht mehr.


Angesichts dieser coolen und starken Helden der Zukunft brauchen wir uns über das vereinte Europa keine Sorgen zu machen. Sie werden es schon richten wenn ihre Zeit gekommen ist!


 

 

Stand: Mai 2004

Freuen Sie sich auch, wenn Sie tanken gehen?

Mir hüpft das Herz in der Brust, wenn ich an die Tankstelle komme. 1,20 € zur Zeit, das kurbelt endlich die marode Wirtschaft an. Ebenso 4, 20 € für ein Päckchen Zigaretten. Ich muß gestehen, ich bin noch von der alten Sorte, kann mich an diese neuen Gepflogenheiten in dieser neuen netten Welt noch nicht gewöhnen und rauche sogar in aller Öffentlichkeit! Ich habe auch nicht vor, irgendwann nach USA oder Irland auszureisen.


Außerdem bin ich bekennender Aldi-Einkäufer - so nun bin ich geoutet - und man hat ja die Preise noch einigermaßen im Kopf. So lange ist es ja noch nicht her, daß wir in DM rechneten. Bekam man damals einen ganzen Einkaufswagen voller No-Name-Produkte für satte 1oo,- DM so blättert man heute gut und gerne zwischen 75,- und 95,- Euro für das gleiche Zeug hin. Die wundersame Geld-Vermehrung anderer bringt dem Kunden allerdings nichts als Verdruß. Nehmen wir ein aktuelles Beispiel - gestern tatsächlich so geschehen: Für eine Cola, 0,3 l und ein Weizenbier, 0,5 l in einem Straßenlokal legte ich sage und schreibe 5,90 € hin. Die Sonne schien, es war ein wunderbares Wetter, man saß gut, konnte Leute beobachten. Das Hirn brauchte eine Weile um von den sonnigen Aussichten zurück in die wahre grausame Wirklichkeit zu kommen und um diesen unglaublichen Rechenvorgang zu beenden. Ich gehe davon aus, daß viele wie ich noch in der guten alten DM-Zeit rechnen. Also grob gesagt, 12 ,- DM für 2 Getränke? Hat sich da die Kellnerin verrechnet! Mitnichten, wie mir ein Blick in die Getränkekarte verriet. Satte 2,90 € für ein Glas Cola. Mal ehrlich - das ist doch der pure Nepp!

Aber niemand beschwert sich, jeder zahlt die Preise, die uns eine marode Wirtschaft diktiert, ohne zu murren. Niemand steht auf und sagt: Das zahl ich nicht, dazu bin ich nicht bereit! Niemand würde auch nur einen Tag auf sein Auto verzichten, um den Raubrittern der Landstraße mal zu zeigen "Mit mir nicht!" Niemand wehrt sich öffentlich, alle regen sich im Stillen auf, und was geschieht? Hier werden Subventionen gekürzt, da schließt ein großes Werk (die paar Arbeiter bekommen bestimmt wieder einen Mini- Job), woanders fusionieren große Firmen, schlucken die Kleinen, machen noch Kleinere endgültig kaputt. In einigen Jahrzehnten gibt es bestimmt nur noch eine einzige große Weltwirtschafts-Firma, die das Monopol auf alles hat - incl. die Politik. Big Brother läßt grüßen...

Schriftsteller beschäftigen sich heutzutage mit seltsamen Problemen. Sie greifen die Kirchen an, welch ein Sakrileg. Sie schicken Assasinen und Illuminati ins Rennen. Sie greifen öffentlich ihre Regierungen an, in dem sie ihr Oberhaupt als Stupid withe Men betiteln. Das muß uns doch zu denken geben. Und es gibt Menschen, die für eine gut gesetzte Ohrfeige alles in Kauf nehmen, selbst wenn die Tat strafrechtliche Folgen nach sich zieht!

 

 

Stand: März 2004

Keine einzige Biografie die letzten beiden Monate - wie enttäuschend.
Unsere Promis hatten einfach keine Zeit für solch profane Beschäftigungen, denn sie mußten den Urwald umgraben. Kakerlaken, Maden, Käfer, Spinnen und die Fernsehzuschauer wurden gnadenlos dem Ekelfaktor und dem Junglebeat ausgesetzt. Das deutsche Team hatte sich ja wacker geschlagen, aber die nachgerückten Engländer legten noch einen (steilen) Zahn zu. Warteten wir doch alle gespannt bis zum Platzen darauf, daß das Boxenluder endlich den BH fallen läßt.


Doch Gottseidank auch das ist geschafft. Big Brothers neue Staffel hat begonnen, der Gurkenlasterfahrer und der Kakerlaken-King sind wieder wohlauf, der Bachelor hat sich den Rosen ab- und dem Wok zugewandt. Manche Stars hatten ihr Comeback und sind auch gleich wieder gegangen, und so können wir getrost unseren Erinnerungen nachhängen. Und wir können getrost unseren Erinnerungen nachhängen... Nein, mich plagt weder Alzheimer noch Altersdemenz, denn gleich zweimal erinnern sich in diesem unserem Lande: Helmut Kohl und gleich nochmal Farah Diba-Pahlavi. Viele erinnern sich vielleicht noch an ihre Märchenhochzeit Ende der 50ger Jahre? Nun ja, bei manchen geht die Erinnerung vielleicht nicht so weit zurück, auch hier wird für Abhilfe gesorgt. Mit einem Lächeln erinnert sich das Schätzchen an ihren Durchbruch in den 60gern, als sie zur Sache kam. Sie käme heute wohl besser mal an den Eßtisch ran, denn wenn sie weiter so schlank bleibt bricht sie wieder durch.

 

 

Stand: Januar 2004

Achtung, Vorurteile!
Urteilen wir nicht zu schnell wenn es um die Biografien unserer Promis geht? Aber mit nichten! Adel verpflichtet und selbst die Hohheiten Silvia von Schweden und Arnold von Kalifornien und Sir Ustinov machen es ihnen vor. Ja, auch königliche Hofbeamte, wie der Butler von Prinzessin Diana tutet Im Dienste meiner Königin in das gleiche Horn. Alle stehen in den Startlöchern, der Cowndown läuft, wäre doch gelacht, wenn sie es nicht ins Guinnes World Records 2004 schaffen würden. Aber Obacht - denn die Sportler sind mitten unter ihnen und sie könnten siegen! Aber auch die Sänger, oder solche, die sich dafür halten, liegen gut im Rennen. Eminem spricht sogar für eine ganze Generation und im Querdenken ist er Meister!
Holiday on Ice, mit 60 Jahren noch so fit wie zu seinen Anfängen schärft schon die Schlittschuhe. Gut, Effenberg ist ein wenig abgeschlagen, dafür holt Boris auf. Er verweilt zwar noch einen Augenblick, aber der Bestsellerbesenkammereroberer steht schon auf Platz 3. Moore gibt rechtzeitig ein paar Querschüsse auf die dummen weißen Männer, inclusive Bush, ab. Hier kommt er sich allerdings selbst in die Quere.

Zählen wir doch mal die gesammelten Biografien des Jahres 2003 locker zusammen - wir kommen auf gut 30 Stück. Statistisch gesehen nicht einmal eine pro Woche. Da ist noch Potential vorhanden, da kann man noch was tun! Liebe Promis, legt euch ins Zeug, damit man wenigstens einmal die Woche nicht nur seine wöchentliche Zeitschrift in der Buchhandlung kaufen kann, sondern auch sagen kann: "Ich hätt gern noch die aktuelle Biografie"
Und hier, an dieser Stelle, werden sich die Buchhändler/innen die Hände reiben. Denn jetzt dürfen sie etwas sagen, was bis dato nur Metzgereifachverkäuferinnen, Käsefeen und Gemüsehändlern vorbehalten war:
"Darf's ein bisschen mehr sein?"
Aber, aufgepaßt! Nicht übertreiben ihr Promis! Nicht zuviele Biografien auf den Markt bringen! Denn für das tägliche Verbreiten von Platitüden ist schon die marktführende Bildende Zeitung zuständig!

 

Stand: Dezember 2003

Augenblick, verweilen wir doch einen Moment und halten inne. Jetzt in dieser besinnlichen Zeit wo die Adventskranzkerzen angezündet werden, fühlt sich so mancher berufen sein Seelenleben auszuplaudern. Autoren braucht man dafür scheinbar nicht mehr - es genügt Sportler zu sein.

Feinsinnige Schreiberlinge allerdings verpacken ihr Innerstes geschickt in eine Geschichte, die mit dem Autor eigentlich gar nichts zu tun hat. Meine Bücher enthalten so viele Details aus meinem (Seelen)Leben, daß es 3 Autobiographien füllen würde - nur hänge ich es nicht an die "große Glocke" sondern ich lasse meine Protagonisten die Sache für mich erleben.

Und sie sind nicht zu bremsen unsere Promis! Auch 100 Jahre sind zu kurz um alle Biografien, Autobiografien, Memoiren und Ungelogene gesammelte Werke zusammenzufassen. Selbst die Götter mischen in diesem Herbst kräfig im Weihnachtsgeschäft mit, allen voran Loki. Was würde Jesus heute sagen? Selbst Johannes Paul II. mischt sich ein! Und die sogenannten "keine Engel" flogen tatsächlich Einmal Himmel und zurück


2003 haben wir glücklich (fast) hinter uns gebracht. Zwar hieß es für manchen Präsidenten Volle Deckung Mr. Bush, und manche Promis wagten es außerdem, auf eine Biografie zu verzichten. Setzen wir doch hier zum Ende des alten Jahres einen Link, Charlotte, und hoffen, daß wir im neuen Jahr endlich Am Ende des Schweigens angelangt sind.


 

Stand: November 2003

Die Mitgliederzahl der bücherschreibenden Zunft erweitert sich Monat für Monat. Ich möchte heute auf das TV-Total-Programm hinweisen und eine Idee verfolgen: Da ja fast jeder TV-Promi, selbst wenn er noch so kurz Exclusiv zu sehen ist, neuerdings dem Club der toten Dichter beitritt, sollten wir Autoren das Genre wechseln und einfach Schauspieler, Sänger oder Politiker werden!

So könnte ich mir vorstellen, das Marcel Reich-Ranicki wunderbar in die Rolle des ewig grantelnden Hans Moser schlüpfen könnte. Und täglich grüßt das Murmeltier? Allerheiligen!!! Mittlerweile grüßt es auf unserem Bildschirm schon mehrmals jährlich, und das mindestens schon seit 10 Jahren. Vielleicht könnte Stephen King Bill Murray ablösen, dann hätten wir endlich den wahren Horror. Bei diesen Programmen muß man schon viel Spaß verstehen. Und die rundum geliftete Pauline Gedge (sie wird ZsaZsa Gabor immer ähnlicher) wäre ein wunderbarer Ersatz für Marika Röckk.


Nun bitte, ein Michel Friedmann versucht sich als als Herausgeber politischer Bücher. Wen will er damit beeindrucken? Schröder? Eichel? Ich lache später...
Da tritt ein Terminator ab und wird Politiker. Bei genauem Hinsehen, wird der Platz eines Schauspielers frei. Und genau in diese Lücke müssten wir Autoren vorstoßen, und vor dem Frost die Brandmauer einreißen...
Vielleicht sollten wir aber auch versuchen Dessous zu entwerfen? Mit "La La La" und knappen Outfits beeindruckt uns Kylie Minogue schon seit den 80gern. Warum sie uns das jetzt auch noch schriftlich mitteilen will bleibt mir allerdings ein Rätsel. Und man fragt sich allen Ernstes, ob ein Richter aus Paris im Armanai zum Aldi fährt.


Aber in einer Zeit, wo selbst "Winnetou" demnächst seine Memoiren veröffentlicht, tanzt ein Schuster, der bei seinen Leisten bleibt, anscheinend vollkommen aus der Reihe.

 

Stand: Oktober 2003

Mal ehrlich, selbst wenn ich aufschlußreich und im höchsten Maße schlüpfrig - amüsant meinen Lesern aufzeigen würde, was hinter den Kulissen meines Lebens geschieht - wen würde das schon interessieren? Und gerade weil ich nichts als die Wahrheit schreiben würde, würde ich meine Leser gewaltig langweilen.
Wir haben doch alle schon mal in guten wie in schlechten Tagen einen hinter die Binde gekippt, was soll's. Wenn man's übertreibt, braucht man eben einen Kübel. Böck, mein alter Schneider, wollte auch schon immer seine Memoiren verfassen. Er zerriß die Manuskripte dann aber doch hinter einem kleinen Feldbusch.
Ich glaube, seine Anstecknadel verlor er dort auch.


Das sind mir feine Gsell'n. Alle wollen Bücher schreiben, rennen zur Buchmesse, vermarkten sogar ihr Bobbele. Ich frage mich als Autorin nur, wo bekommt man solche Lektoren her, die den täglichen, kleinkarierten Mist, den man Tag für Tag erlebt, für eine vermarktungswürdige Lektüre halten? Diese Lektoren sollen sich bei mir melden!!! Ich hab auch viel zu sagen! Und man fragt sich, ob da die Verlage ihre Leser nicht ein bißchen verschaukeln wollen.

Aber seien wir ehrlich: wollen wir nicht alle hier und da einmal im Rampenlicht stehen? Nicht auch einmal ein Superstar sein? Doch aus den Brettern die die Welt bedeuten sind leider klobige Bohlen geworden und die stupiden weißen Männer geben Pisa-Alarm.
Aber wenn's bei mir irgendwann soweit ist, würde ich mein schönes Leben auch mit einem gut gefüllten Krug feiern und einmal zu meinem Sportgerät sagen: "Danke, Fußball"! Dann würde ich der Madonna huldigen, und dem Orden des Phönix beitreten. Aber vorher schlag ich noch auf Karls Feld ein Lager auf und mach 'ne Diät.

 

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