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Sachmets Bestsellerliste
bissige, nachdenkliche und hintergründige Gedanken
zur Literatur oder dem Leben allgemein
Ähnlichkeiten mit lieferbaren, bereits eingestampften oder zensierten
Personen oder Titeln sind rein zufällig :-)

09 Mai 2011
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Es gibt doch tatsächlich
ganz erstaunliche Menschen auf unserem Planeten. Diese Spezies
lebt mitten unter uns, völlig unscheinbar, anscheinend voll
integriert, und doch...
Man nennt sie auch "Nachbarn" Es
gibt solche und solche, aber wir haben nicht nur die normale
Fraktion, nein - unsere leben auf Staatskosten, seit mehr als
20 Jahren. Sagenhaft wie manche Frauen sich durchs Leben schnorren:
fahren einen be-em-we, haben drei Töchter (jedesmal kam eins
dazu, wenn es wieder Zeit wurde arbeiten zu gehen) ein Pferd,
Reitunterricht, diverse Hunde, Katzen und Kleintiere und wohnen
seit ca. 13 Jahren schön zur angeblichen "Miete" in Mutters
gekaufter Eigentumswohnung im Haus. Unterstützt wird dieser
großzügige Lebensstil noch von den üppigen Care-Paketen aller
großer Online-Kaufhäuser - man läßt sich alles frei Haus liefern,
selbst das Essen. Ständig klingelt der Pizzabote. Nur die Kippen,
die muß man sich doch tatsächlich noch selbst am Automaten ziehen.
Und wenn man dann doch mal vor die Tür muß, tut man das nur
mit den schicksten Tattoos und Piercings und nur in ausgesuchter
Sportkleidung aller großen Marken: ni ke men die auf den Gedanken,
a di das zu sagen, so fein sind die.
Nun, in unserem Haus wohnen noch 5 weitere Eigentümer. Aber
die sind ja die Deppen. Weil: wir müssen kehren, Schnee schippen,
Rasen mähen und den Flur putzen! Gewisse Harz IV Leute haben
sowas ja nicht nötig.
Diese besonderen "Harz IV-Schmarotzer"
thronen ja über allem. Wenn die Katzen in der Wohnung zuviel
miau machen, dürfen sie im Treppenhaus spazieren gehen. Sie
dürfen dort kacken, pissen, kotzen und Haare lassen. Und als
es uns einfachen, steuerzahlenden Mitbewohnern zu dumm wurde,
wurde von unserer Hausverwaltung eindeutig erklärt, daß die
Katzen nichts im Treppenhaus zu suchen haben. Das Schreiben
ging im Oktober 2009 an die feine Dame, die sich zu schade für
alles ist. Februar 2010 dann - so schnell hätte ich gar nicht
mit einer Reaktion gerechnet - beschwerte man sich bei uns.
Man hätte den Brief der Hausverwaltung erst jetzt gelesen (!)
- oh, welch eine Empörung, die armen Katzen, die wollen doch
mal an die frische Luft (auch im Winter, ins ungeheizte Treppenhaus,
ohne Wasser, Katzenklo und Futter, möglichst die ganze Nacht
lang)
Nun denn, seit jenem besagten Februar ist es putzig im Haus
geworden. Die Katzen kommen nur noch dann raus, wenn man meint,
die anderen Deppen merken es nicht. Blumen im Garten werden
aus den Rabatten gerissen, in den Blumentöpfen im Treppenhaus
sammeln sich Kronkorken und Kippen. Der Staubsauger im Flur
wird demoliert, der Putzplan von geistig minderbemittelten,
von der Schule geflogenen und wohl mütterlicherseits aufgehetzten
Teenagern verkritzelt. Namenschilder an den Klingeln abgerissen.
Man wird grob beschimpft, nachts wird hupend und lärmend
in die Einfahrt gefahren, kehren, Schnee schippen, Rasen mähen
und den Flur putzen ist plötzlich ein Fremdwort. Ebenso die
vorher geheuchelte Freundlichkeit, denn die feinen Harz IV-Tussen
reden mit keinem mehr.Ist ja nicht so schlimm, denn wer legt
auf sowas schon Wert.
Mich und meine fast 90jährige Mutter dann aber auf der Straße
als blöde Kuh zu beschimpfen und mir: "auf die Fresse schlagen
wollen" ist definitiv zuviel des Guten.
Daher meine lieben Mitbürger fordere ich, daß sie helfen!
Spenden
Sie!
Solche "armen" Menschen! Wirklich, diese einkommensschwachen,
hilfsbedürftigen, mittelosen Leute sind doch eine Bereicherung
für unsere soziale Gesellschaft!
Wenn Sie in diesem unseren Lande
auch nur einen Funken von Anstand haben - geben Sie etwas ab
davon! Haben sie Verstand? Ein Gramm genügt, schicken Sie es
her! Scham abzugeben? Nur her damit. Ich nehme auch Gaben für
das allgemeine Sozialwohl entgegen oder auch gleich ganze Bildungspakete.Gerne
reiche ich alles diesen armen Leuten weiter!
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2.Juli 2009
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Sie haben meine Bestseller mittlerweile mehr als vermißt?
Keine Zeit - Sorry! Kleiner Nachtrag zur letzten Bestselleraugabe
kommt hier.
Nachdem die kleine Mittelmeerinsel
- wir nennen ja keine Namen, sonst fühlt sich die Autofirma
noch auf den Schlips getreten - nach der 1. Reparatur wieder
in unsere Hände geriet, "freuten" wir uns erst
recht über diese Schüssel:
Einmal hatte ich den Haltegriff über
der Tür in der Hand, Jürgen ist irgendwas entgegengehopst, als
er die Rückbank umgelegt hatte. Stopfte es einfach wieder rein,
klappte alles zu.... ständig Kracher beim Kuppeln....Scheibenwischer
quietschen und rubbeln beim wischen...Radio scheppert und lispelt...etc.etc.etc.
Schweigen wir darüber, Schwamm
drüber :-))) So wechselten wir nach einem weiteren Monat und
ein bißchen Verlust zu unserer alten Marke mit dem grünen
Pfeil - nichts scheppert, quietscht oder kommt entgegengehopst....
einfach göttlich!!!
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16. September 2008
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Sie haben meine Bestseller vermißt? Dann wird Ihnen
hier geholfen. Sie haben schon lange nichts mehr aus der deutschen
Wirtschaftswunderwelt gehört? Dann lesen Sie meine neuesten
Erfahrungen mit einem Autohersteller:
Der Große mußte weg, hatte
schon 4 1/2 finanzierte Jahre auf dem Buckel und so entschieden
wir uns für einen Kleinen mit etwas weniger Spritverbrauch
und günstigerer Versicherung. Die Wahl fiel auf einen nagelneuen,
fabrikfrischen Kleinwagen aus Spanien mit dem Namen einer schicken
Mittelmeerinsel - das allerneueste Modell.
Nach 10 Tagen, am 5. September, war
er geliefert - äh... nach 10 Tagen wurde er geliefert und
nach 11 Tagen war er geliefert. Er schaffte es etwas weiter
als vor einigen Jahren der berühmte Roller, der weiter
unten erwähnt ist. Nämlich genau 233 Kilometer. Dann
gab erst der Scheibenwischer den Geist auf. Ein tolles Gefühl
auf der Autobahn im strömenden Regen! Kann jedem nur davon
abraten, das einmal selbst auszuprobieren. Aber das Tollste
kommt ja noch: man zieht den Schlüssel und das Radio läuft
weiter, während gleichzeitig die Motorlüftung anspringt.
Blinken kann er auch nicht!
Fernlicht? Pustekuchen!
Innenraumbeleuchtung? Zappenduster.
Sich melden, wenn man sich nicht angurtet
und piepsen, wenn man das Licht vergißt auszumachen? Schweigen!
Und das an einem Samstagmittag. Samstagabend
hatten wir nach endlosem vergeblichen Suchen in den Unterlagen,
der Bedienungsanleitung oder sonstwo in den Papieren von dem
Auto, endlich im Internet (!) die Servicenummer gefunden. Man
leitete die Sache weiter und am Sonntagmorgen kam ein freundlicher
Autohausbesitzer aus dem Nachbarort, brachte gleich einen Leihwagen
und nahm die kleine Insel mit.
Ohoh, er findet den Fehler! Nein, keine fehlende Dichtung
oder defekte Sicherung! Nein, kein eindringendes Wasser! Wenn
wir etwas kaufen, ist es gleich immer ein Totalschaden! Denn
irgendein spanischer Senor hat wohl Fiesta gefeiert, ist anschließend
an seinen Arbeitsplatz zurückgekehrt und hat den gesamten
Kabelbaum in dem Auto verkehrt herum eingebaut! Und mehrere
Kabel waren gleich ganz kaputt.
Unsere Schuld? Mitnichten. Kaputte
Sache gekauft? Noch Rückgaberecht! Super! Nur nehmen die
das Ding nicht mehr!!! Es muß erst 2x was dran gewesen
sein und repariert worden sein! Kommt mir irgendwie bekannt
vor...
Nichts daran zu ändern, selbst
ein Anruf bei unserem Anwalt brachte nicht das gewünschte
Ergebnis. Der Kabelbaum wird nun repariert, ein Neuer bestellt.
Bis der da ist, vergehen 3-4 Monate und dann wird das niegelnagelneue
Auto komplett bis auf die letzte Schraube auseinandermontiert.
Na dann, viel Spaß!
Apropos Schraube, kann es sein, daß manche wirklich
locker sitzen? Wäre es nicht einfacher gewesen, ein neues
Auto auszuliefern? Aber Recht haben und Recht bekommen sind
immer noch 2 Paar Schuhe. Empfehlenswert ist diese Automarke
mit ihrem Geschäftsgebahren nicht unbedingt. Ich wäre
besser bei denen mit dem grünen Pfeil geblieben!
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8. März 2008
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Du erfreust uns tagtäglich
mit deiner Kreativität:
Wenn du Schulen, Hauswände, Mülleimer
und Parkbänke, etc. mit Farbe beschmierst!
Deine Musikalität ist bemerkenswert:
Wenn du nächtens mit aufgedrehtem
Autoradio an Ecken stehst und uns die Nachtruhe raubst!
Dein Sportsgeist ist immens:
Wenn du in Horden auftauchst und stundenlang
nichts besseres zu hast als mit Skateboards die Kirchen- oder
Schultreppe/Bürgersteige/Gartenmauern hoch und runter zu
jagen!
Dein Teamgeist ist gut ausgebildet:
Wenn du blöde plärrend mit
anderen Hirnlosen rechte Parolen verbreiten willst!
Dein Sprachschatz macht uns schweigend:
Weil du nur noch "eh Alder"
stammeln kannst, keinen einzigen sinnvollen Satz zusammenhängend
herausbringst und die Dummheit immer weitere Kreise zieht!
Du bist spannender als jeder Krimi:
Wenn du in U-Bahnhöfen, Zügen,
Bussen Menschen aus Spaß verprügelst, niederstichst,
zu Tode tretest!
Du bist Deutschland!
Lieber Herr Peter M., dein Wille geschehe:
-
Wenn du dein Ziel auf
Kosten der Bergleute erreichen willst!
-
Wenn du das Saarland
in ein Armenhaus verwandelst, weil gut 10 000 Arbeitsplätze
auf dem Spiel stehen!
-
Weil 500 Leute nicht
mehr alle Tassen im Schrank haben ( siefielen bei Erderschütterungen
heraus) müssen 5000 darunter leiden und um ihre Zukunft
bangen!
-
Weil du 10 Mrd.€
Schulden hast!
-
Weil weder Brüssel
noch Berlin die Kohlesubventionen umwandeln wollen!
-
Weil wir uns vollkommen
vom weltweiten Energiemarkt abhängig machen!
-
Weil die Bergleute,
die jahrhundertelang für dieses Land ihre Arbeitskraft,
Leib und Leben gegeben haben, neuerdings als "Terroristen"
beschimft werden
Du bist Saarland!
Oh, Pardon, in diesem Falle muß
es heißen:
L´ Etat cest moi!
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30. Dezember 2007
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Wieder ist ein Jahr vorbei.
Und wie überall versuche ich ebenfalls einem Rückblick.
Allerdings habe nicht vor, das vergangene Jahr durchzuhecheln.
Nein, ich begnüge mich damit, die vergangene Woche Revue
passieren zu lassen, insbsondere die Fernsehwoche. In
einem Ranking präsentiere ich Ihnen nochmal die Highligths
über die Weihnachtsfeiertage.
Platz 5 belegt Der Wachsblumenstrauß
mit 3 Wiederholungen. ( Mörder Ahoi und Vier Frauen
und ein Morden schlagen ab, sie schafften es nur auf 1, bzw.
2 Wiederholungen) Miß Marple fährt auch nur 1x um
16:50 ab Paddington
Platz 4 teilen sich Familie
Heinz Becker und Die größte Geschichte aller
Zeiten mit 4 Wiederholungen.
Platz 3
gebührt Drei Nüsse für Aschenbrödel
mit 5 Wiederholungen (davon 3x an einem Tag in einem
Programm (Glückwunsch WDR für die einfallsreiche Programmgestaltung)
Platz 2 gehört den Horrorfilmen
- ich zählte 8 Gruselschocker
Platz 1 belegen die Actionfime!
Ganze 15 Stück, besinnliche Weihnachten!
Soll ich tatsächlich den Vorausblick wagen? Nun, Sie
werden staunen. Das neue Programmheft liegt vor mir.
Platz 5 Eine Doku zum
Dinner for 0ne mit 3 Wiederholungen
Platz 4 Ein Herz und eine Seele
mit 6 Wiederholungen
Platz 3 die Actionfime mit
11
Platz 2 die Horrorfilme
mit der tollen Zahl 13
Platz 1 Der 90. Geburtstag
oder Dinner for one (denken Sie sich hier den Trommelwirbel
:-) Mit ungeschlagenen 20 Wiederholungen an einem einzigen
Tag , davon 8 in hessisch, auf Platt und schweizerisch,
die ungekrönte Königin des alten Jahres!
Insgesamt 20x dürfen sie an Silvester mit Miß
Sophie Geburtstag feiern. Aber hüten sie sich, auch mit
Butler James mithalten zu wollen. Hat der arme Kerl doch schon
so genug zu tun:
4x Weißwein, 4x Portwein, 4x
Champagner, 4x Sherry und ein kräftiger Schluck aus der
Blumenvase. Jetzt rechnen Sie das mal hoch: 320 x das Glas,
und 20 x die Blumenvase heben!!! Da können Sie sich jeden
Silvesterball abschminken.
Auf ein gutes Jahr, oder soll ich
besser sagen: The same procedure...
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September 2007
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Achtung: Text ist von mir schon
zur Raucherfreien Zone erklärt!
Seit Monaten schon ist überall
von Pups-Verboten die Rede. Teils wurde es schon durchgesetzt,
teils wird noch dran gefeilt: Pupsverbot in öffentlichen
Gebäuden, Pupsverbot in Restaurants und Diskotheken, Pupsverbot
am Arbeitsplatz. Jetzt soll auch noch das Pupsen in Autos verboten
werden. Wegen der Feinstoffpartikel.
Diese Augsburger Puppenkiste, allen voran Königin Angela
die viertel vor zwölfte hat wirklich alle Hände voll
zu tun. Bei manchen Reformen weiß man nicht, sind es verfrühte
Aprilscherze oder nicht ausgereifte Darmwinde. Die Reformen
fliegen einem nur so um die Ohren; kaum vergeht ein Tag ohne
neueste Pupser aus irgendeinem Politikerkopf.
Ich hätte auch noch Vorschläge - kann ich noch
mitspielen?
Also: Stellen Sie sich folgende Szene vor:
Ein vehementer Vegetarier trifft in einem pupsfreien Restaurant
auf einen steakessenden Gast. Was läge näher, als
fleischfreie Zonen einzurichten! Oder ein Alkoholverweigerer
fühlt sich durch den Anblick eines frisch gezapften Pilses
empfindlich berührt - sollen die Biertrinker nach draußen
gehen oder die Anderen? Und
was macht in diesem Fall der Vegetarier? Aber - wenn man draußen
steht, ist das nicht auch gesundheitsschädlich? Schließlich
haben Klimawandel, Treibhauseffekt und fürchterlich qualmende
Autos und Kraftwerke unsere gute Luft verpestet...(ehrlich gesagt,
würde ich, wenn ich die viertel vor zwölfte wäre,
erst mal der Industrie und Wirtschaft auf's Dach steigen)
...Also doch wieder rein, außerdem wird's Winter - da
wird's zwar nicht so kalt, wie man es von den guten alten Zeiten
gewohnt ist - und mit dem Rauchen aufhören. Zumindest für
die Dauer des Aufenthaltes im Lokal.
Allerdings, wenn ich mir das so überlege ein
Steak kann ich mir selbst brutzeln, ist in 10 Minuten fertig
und bekomm es zu Hause für ein Viertel des Restaurantpreises.
Außerdem kann ich mir den Metzger aussuchen, halte also
das Risiko auf eine ordentliche Portion Gammelfleisch zu stoßen
auf Null. Das Glas Wein, dass ich gern dazu trinke, kann ich
genießen, denn ich muß mir nicht zwischen Vegetariern
und Biertrinkern eine Öko-Nische suchen. Zudem verhalte
ich mich völlig korrekt, denn dadurch, dass ich nicht mehr
fahren brauch, spar ich Sprit, verströme keine Feinstoffpartikel.
Und ich kann die ganze Flasche austrinken, denn die Polizei
kommt nicht, um mich auf dem Weg zum Sofa anzuhalten damit ich
puste.... Noch nicht..
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September 2006
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Im Prinzip bin ich eine
Eva. Und ich denke schon lange,daß Frauen einfach nicht
artgerecht gehalten werden. Arbeiten, Kinder und Mann versorgen,
bitte - das ist doch unzumutbar! Kinder und Mann reicht völlig
aus. Und dann dieses völlig untypische Verhalten von unseren
modernen Frauen: sich in die Männerwelt einklinken und mitreden
wollen. Die Paschas wollen unter sich sein, wollen kein weibliches
Wesen in ihrer Nähe, wenn sie an der Theke hängen und mit ihren
Jagderfolgen prahlen oder still vor sich hin brüten, um ein
Problem zu lösen.
Die völlig aus der Art geschlagene moderne Frau sehnt sich
zurück an den Herd, an das Lagerfeuer! Sie will mit ihren Artgenossinnen
kommunizieren, tratschen, Erfahrungen austauschen und Beeren
(bzw. Schuhe) sammeln. Das was in Millionen von Jahren gewachsen
und gediehen ist, hatte Jahrzehnte lang keine Gültigkeit mehr.
Frau emanzipierte sich, erklärte anderen "mein Bauch gehört
mir", machte Karriere und Politik. Doch um welchen Preis???Heute
weiß sie nicht mehr, wohin sie gehört.
-
Zu den Männern kann sie
nicht gehen, denn wir wissen ja, daß die nicht zuhören
-
zurück zu den Frauen,
die trotz aller Emanzipation am Herd geblieben sind... über
was soll sie mit denen reden?
- zu den anderen Karrierefrauen, die
am Feierabend den Tag nochmal durchhecheln? Macht auch keinen
Spaß
Fazit: Zurückemanzipieren! Die Männer
wieder darin bestärken, sich einen Harem zuzulegen - zurück zu
den Wurzeln der Gemeinschaft, zur Großfamilie - Tanten, Cousinen,
Schwestern, Urhammel, Großbutter, Butter und Zimt alle unter einem
Dach vereint.
Somit wären die vor sich hinbrütenden Problemlöser und Nichtzuhörer
wieder allein für sich - sowie es ihre Gene von ihnen verlangen
und Frau hätte endlich die ersehnte Erfüllung: Kinder, Herd, Höhle
und Artgnossinnen, die sie verstehen!
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Mai 2006
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Soso, König Tut muß mal wieder
herhalten. Beginnt nun schon das Sommerloch, oder sind es wahrhaftig
königliche Neuigkeiten? Pharaos Zipfel ist wieder da! Hat den
vielleicht jemand vermißt?
Vor kurzem - im Februar erst - spekulierte
ich in einem Forum über die "letzte" Meldung seiner unzähligen
Tode. Da wurde behauptet, daß König Tut an einem Schwerthieb
verstorben sei:
Ich bin ja nun so ziemlich eine der durchgeknalltesten
"Fans" von Tuti und schrieb ihm sogar ein Leben, daß er nie
hatte. Aber diese Unmengen an Meldungen darüber, wie er denn
letztendlich sein letztes Schnauferl getan hat - entschuldigt
- aber das geht mir auf den Geist. Er starb an:
1. Einem Mückenstich der eine Blutvergiftung
auslöste
2. An einem Jagdunfall
3. An einer ominösen Knochenkrankheit
4. An einem Wasserkopf
5. An einem Gendefekt
6. An einem Schlag auf den Hinterkopf
7. An einem gebrochenen Oberschenkel
8. Er wurde vergiftet/ erwürgt/ etc.
Und nun - last - aber wahrscheinlich nicht
but not least - starb er an einem Schwerthieb ins Knie. Mal
gespannt, was als Nächstes ins Rennen kommt um ein paar Schlagzeilen
zu füllen. Ach - übrigens - in meinem Roman nippelt er am Ende
auch ab. Aber da darf er es - nach einem erfüllten Leben.
Tja, damals fragte ich mich noch, mit
was als Nächstes zu rechnen sei. Und nun melden einige Agenturen
das wundersame Auftauchen seines Penisses. Völlig entmystifiziert
und aller Wunder beraubt, wird behauptet, daß das gute Stück
guter Durchschnitt war. Wer will das wissen??? Anfangen kann
man damit nicht mehr viel...
Fragt man sich, wann der arme Kerl endlich seine Ruhe findet.
Der Fluch des Tut-Ench-Amun - er betrifft nicht die anderen
- nein - er trifft, selbst in peinlichster Weise, den jungen
König selbst!
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Nachdem ich auch nach über einem Jahr unzählige
Zugriffe auf diese Seite hab - vor allem wenn Praktiker wieder
diesen Roller im Angebot hat - muß ich hier einen Nachtrag setzen.
Der untere Text ist Teil einer Glosse (allerdings ist es tatsächlich
so passiert) und ich dachte nie im Leben, daß noch andere mit
diesem Gefährt auf die Nase gefallen sind. Wir hatten mit diesem
Roller nach der 1. Reparatur (die knapp 2 Wochen dauerte, weil
die Werkstatt von diesen Rollern überquoll) weiterhin nichts
als Ärger. Mal sprang er an, mal nicht. Spaß hat es keinen gemacht.
Ende Oktober dann platzte die Kupplung. Ein kurzer Rückruf bei
Praktiker beendete dann die "Karriere" dieses Dings. Praktiker
schickte einen Spediteur, der den Roller abholte und wir bekamen
anstandslos unser Geld wieder.
September 2005
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Nun gut - ich muß mich entschuldigen,
daß es schon so lange keine "Bestseller" mehr gab. Aber es war
eben nichts los. Bis diese Woche. Nachdem ich hier schon einige
große Firmen auf die Schippe genommen hab, kann ich heute mit
einem weiteren Highlight aus der deutschen Wirtschaft aufwarten.
"Geht nicht - gibt's nicht - Praktiker"
verkaufte Roller im Angebot - ein wahres Schnäppchen, auf das
ich schon lange gewartet hab und das im Zuge der unverschämten
Benzinpreise dazu beitragen kann, den Verbrauch auf kurzen Strecken
etwas zu senken.
Am Samstag vor Maria Himmelfahrt sahen wir das Ding im Laden
stehen, aber der Verkäufer sagte gleich, daß das Angebot erst
ab dem 16. 08 gelte, also Dienstag. Aber, versicherte er uns,
rufen sie früh am Dienstagmorgen an, machen sie einen Kundenauftrag
und das Gerät wird ihnen bis mittags reserviert. Gesagt getan
- um halb 9 schon wurde uns das Gerät zugesichert. Um 12:00 bekam
ich einen Anruf, daß alles glatt gehen würde und der Roller bestellt
würde -
in 2-3Wochen wäre er dann da ???
???Wie??? Rückruf bei meinem Mann,
der alle Telefonate von der Arbeit aus getätigt hatte. Also rief
er nochmals im Praktiker an. Fazit: die Dame im Verkauf
hat geschludert, vergessen, ein Schild mit "Verkauft" an einen
Roller zu hängen. Beschwerde in der Zenrale, mit der Zusicherung,
das Gerät innerhalb 1-2 Wochen zu bestellen. Schön! Mein Mann
hat auch nichts besseres zu tun, als morgens eine Versicherung
zu beantragen und sie nachmittags wieder abzubestellen....
Die Zeit des Wartens wurde nicht allzu lang und... letzten
Dienstag, also am 30.08, konnten wir den Roller abholen. Schnell
Reservekanister voll machen, die Versicherung und Nummernschild
holen und ab mit dem Ding.
Am nächsten Morgen mußte mein Schatz noch
einmal zur Versicherung, um ein paar Formalitäten zu erledigen
- er nahm den Roller gleich mit....
- nach dem Besuch in der Versicherung sprang
das Ding nicht mehr an
- schob es auf einen großen Parkplatz in
der Nähe und probierte weiter
- schob es aus dem Verkehr, als er merkte,
daß alles Benzin auslief
- fand einen mitleidigen Mofafahrer, der
ihn die 5 km nach Hause fuhr
- rief in der angegebenen Service-Werkstatt
an, die sagten, sie riefen gleich zurück... was nicht passierte
- das Ende vom Lied waren 3 (!) Stunden
dauertelefonieren!
- die maßgebliche Werkstatt sagte, daß Ding
nähmen sie nicht an, sie wüßten von nichts, seien nicht zuständig
- Praktiker-Filiale sagte, melden Sie es
an die Werkstatt
- Werkstatt betonte nochmals nicht zuständig
zu sein und beschimpfte ihn, weil er ein Sonderangebot gekauft
hätte
- Polizei angerufen wegen dem auslaufenden
Benzin - es mache nichts, es sei denn, es passiert was...
- Adac angerufen wegen abschleppen - sinnlos,
sie tätens, wenn eine zuständige Werkstatt gefunden sei
- Praktiker-Zentrale angerufen und gemault
-
sie sollten das Ding gefälligst zurücknehmen/Geld erstatten.
- Machen sie nicht!
- endlich nach über 2 Stunden telefonieren
zuständige Werkstatt gefunden
- zuständige Werkstatt kommt und schleppt
ab
- zuständige Werkstatt sagt, sie hätten
schon fast die gesamte Lieferung der Roller von Praktiker auf
ihrem Gelände stehen! Einer kam sogar 100 km weit. Da konnten
wir nicht mithalten - schafften nur 45 km
- Rückgabe dieses Teils an Praktiker
nur möglich, wenn evtl. nochmals ein Schadensfall eintritt.
Für mich ein klarer Fall von "Servicewüste Deutschland"!
Das ist schon Kundenfeindlich - von mir auf diesem Wege
die herzlichsten Grüße an Praktiker. Da schlägt das Kundenherz
höher, vor allem, wenn der Kunde allein in diesem Jahr bei Praktiker
schon für über 2000 € Ware gekauft hat!
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"Zwischen-Stand": Dezember 2004
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Kleiner Nachtrag zu dem unten
geschriebenen und viele Grüße an die Telekom:
Die "Verarsche" wird jetzt
groß geschrieben. Nach dem dieses verflixte T-DSL am Freitag immer
noch nicht funktionierte, kam am Samstag morgen ein Techniker
vorbei. Er prüfte erst alle Leitungen, dann klemmte er sein Prüfmodem
an. Und - siehe da - dann klappte es. Also, sagte er, rufen sie
unter der Servicenummer an und lassen sie sich ein neues Modem
schicken. Und dann gings erst richtig los!!!
Unter der (kostenfreien) 0800
- dingsbumsnochetwas - 1000 sagte man "Moment ich verbinde
Sie in die Technik!" Dort hingen wir sage und schreibe 25 Minuten
in der Warteschleife. Wieder aufgelegt und nochmal die Endnummer
1000 angerufen - wir wurden mit der 2000 verbunden. Eine Viertelstunde
Warteschleife, nochmal Spruch aufgesagt, nochmal in die Technik
verbunden: Warteschleife. Nach weiteren endlosen Minuten, die
wir in Warteschleifen hingen, erklärte uns einer, nachdem wir
unseren Spruch zum bestimmt 10. Mal aufgesagt hatten, daß diese
Anrufe zwar kostenfrei seien, die Verbindungen zu den anderen
Servicebereichen jedoch eine 01805ger Nummer sei. Also
hatten wir schon fast eine gute Stunde für 12 Cent die Minute
in der Warteschleife verbracht.
Nachdem wir immer wieder weiterverbunden
wurden, niemals die Technik erreichten, und mindestens 25 Mal
einer Servicekraft im Callcenter erklärten, daß wir nur ein neues
Modem bräuchten, riß uns nach gut 2 Stunden vergeblichem telefonieren
der Geduldsfaden. Wir wollten uns beschweren. Sie glauben kaum,
welche Antwort wir bekamen: "Da müssen Sie bei der Beschwerdestelle
anrufen, das ist die Nummer: 0800 - dingsbumsnochetwas - 1000
- ich verbinde Sie" Und: wir hingen in der Warteschleife!
Schließlich gingen wir in den
T-Punkt-Laden, wo wir auch das erste Modem erhielten. Dort bekamen
wir anstandslos Ersatz, installierten es und - siehe da - auch
das funktioniert nicht!
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Stand: Dezember 2004
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Von mir aus die liebsten Grüße
an Oliver Pocher, den geilen Geiz und an Günther
Jauch! Sie fragen sich wieso? Ich will es Ihnen sagen.
Herr Jauch steigt in
die Achterbahn und sagt: "Ich würds machen!" Wir machtens auch
- also legten wir uns ein DSL-Modem und wollten High-Speed ins
Internet. Am 6. Dezember, quasi als Nikolausgeschenk, sollte alles
freigeschaltet werden. Nur - es kamen keine Zugangsdaten. Ein
Rückruf unter der (gottseidank) gebührenfreien Hotline klärte
die Sache schnell - was heißt schnell? Es dauerte über eine halbe
Stunde und 5 Rückrufe - es lag überhaupt kein Auftrag vor! Damit
die Telekom nicht ganz ihr Gesicht verliert, sagten sie uns die
Freischaltung für Mittwoch zu. Dienstags kamen auch prompt die
Zugangsdaten. Den ganzen Mittwoch abend versuchten wir, laut mitgelieferter
CD ,einfach und in 3 Schritten High-Speed ins Internet zu kommen
- Pustekuchen! Jetzt ist Donnerstag morgen und ich bin nach alter
Gewohnheit und viel Stecker-Stöpselei wie gewohnt mit 56k-Modem
online gegangen.
Herr Pocher zeigt uns wie man heute gut und günstig
Elektrogeräte kauft. Und der Mediamarkt hat diese Woche
den von mir lang gewünschten Geschirrpüler im Angebot. Also, am
Mittwoch ab ins Auto in den nächsten Markt - zugegeben, ich wohne
in der Provinz und der nächste Markt ist knapp 20 km entfernt.
Also hin, das Gerät begutachtet, alles in Butter, den nehmen wir.
Aber bitte in Originalverpackung und nicht das Ausstellungsstück.
Nein, nein, der ist vorrätig! Wir bezahlen,fahren hinter das Gebäude,
bauen die Rücksitze im Auto um und warten. Wir warten eine halbe
Stunde und der Herr in der Warenausgabe schwitzt und findet das
Gerät nicht. Wir frieren, denn es ist knapp unter 0 Grad. Fazit
- das Gerät ist nicht vorrätig, nur das im Laden an dem schon
1000 Leute die Klappe auf und zu gemacht haben. Nein - den wollten
wir ja nicht, auch die Dreingabe von Calgonit Powerballs konnte
uns nicht überzeugen. Auto wieder umgebaut, nochmal nach vorne
fahren, nochmal in den Markt, Geld geben lassen.
Gleichzeitig versuchen wir vergeblich
den im gleichen Markt gekauften CD-Brenner ins laufen zu bringen
- irgendwie bekommt der Werbeslogan einen ganz anderen Sinn....
Um doch noch in den Besitz des heißersehnten Geschirrspülers
zu kommen schlugen wir uns anschließend in die Saarbrücker Innenstadt.
Kennen Sie die? Nun, sie haben nichts verpaßt. Eine Innenstadt,
die fast nur aus Fußgängerzone, Einbahnstraßen und belegten Parkplätzen
besteht, vor allem rund um den Saturn-Markt. Nach einer
guten halben Stunde hatten wir endlich einen Parkplatz, liefen
einen halben Kilometer zum Markt, fanden - oh Wunder - das gleiche
Gerät 49,-€ günstiger, incl. 100 Calgonit Balls! Echt geiler Geiz!
Und in Originalverpackung. Kaufen! Zurücklaufen! Auto holen! Abermals
quer durch die Innenstadt mit ihrem weihnachtlichen Straßenverkehr,
einer fährt uns fast in die Seite, ein Fußgänger läuft uns vors
Auto - ist nix passiert - weiter. Wieder unter die "Berliner Promenade"
Wer die kennt, weiß, wovon ich rede! Wieder eine knappe halbe
Stunde warten, denn der Angestellte ist allein hier unten, er
läßt das große Rolltor fallen und verschwindet für eine Weile.
Vollkommen durchgefroren, mit einem Geschirrspüler
im Kofferraum fahren wir nach Hause. Ganz leise swingt im Hinterkopf
ein Song, er bricht durch, rutscht auf die Zunge und will hinaus
in die Welt:
LA-LA-LA- laßt euch nicht verarschen...
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Stand: November 2004
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Pünktlich zum Totensonntag brennen
wie alle Jahre wieder die Adventslichter in den Fenstern. Nun
geht es also wieder los - Weihnachten steht vor der Tür. Nikoläuse
in allen Farben schillern uns vom Bildschirm entgegen. Der von
der einen großen Kaffeefirma ist blau, der von der anderen großen
Kaffeefirma läßt sich von kleinen Jungs mit einer Tasse guten
Kaffees anlocken - soll ich Ihnen mal was sagen? Die Art von Weihnachten
widert mich an! Seit September Weihnachtsgebäck in den Geschäften,
seit ein zwei Wochen reitet alle Werbung auf dem Fest der Liebe
- pardon, des Kommerzes. Es macht keinen Spaß mehr! Wo sind die
Weihnachten geblieben, als es draußen im Winter noch schneite?
Wo sind die Weihnachten geblieben, als der Duft von Orangen uns
an das große Fest erinnerte? Wo ist die Zeit geblieben, als es
noch keine Handys gab?
Und mein zweitliebstes Thema dieser Kolumne, das TV gibt
auch nicht mehr viel her. Retro-Shows, 70ger,80ger,90ger - da
fehlt wirklich nur noch 00 - also Millenium. Witzigkeiten ohne
Ende werden einem präsentiert und gleiten doch oft nur ins peinliche
ab, abermals werden Helden in den Dschungel geschickt, und känguruhhodenverspeisend
zum König, bzw. zur Königin gekrönt. "Bäh!" kann ich da nur sagen.
Was auch sehr erfrischend ist, ist diese
Sendung "Die hundert nervigsten..." Hat dieses Team denn überhaupt
die Qualifikation über all das präsentierte so zu urteilen? An
nichts und niemanden lassen sie ein gutes Haar. Alles war Käse,
Mist und ganz furchtbar. Gäbe es die 100 nervigsten TV-Shows,
bekäme diese Sendung von mir den 1. Platz
Nasen werden operiert, Falten geglättet,
angefressener Speck muß von einem Spezialistenteam abgesaugt werden
- ganz so, als wären sie die Verursacher dieser Misere. Aus ganz
normalen Menschen werden unter Qualen Hollywood-Schönheiten! Ich
frage mich, was das soll?
Vor einem haben uns die Geister der vergangenen Weihnacht
bewahrt - vor den unzähligen Biografien der sogenannten Superstars!
Mit einiger Mühe fand ich Die Macht der Zukunft und bekämpfe
genau wie Schirrmacher ein seltsamens Phänomen: Nieder mit
dem Jugendwahn!
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Stand: September 2004
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Holladiho! Die Alm ist
vorübergezogen, einige Gsell'n kamen mit Bewährungsstrafen
davon, andere wühlten weiter kräftig im Mist. Weit entfernt von
Adel und Hochkarätigen suhlten sich Möchtegern-Promis im wahrsten
Sinne des Wortes in der Scheiße. Vielleicht sammelten sie Erfahrungen
und Lebensweisheiten, um sie dann im nächsten Herbst auf der Buchmesse
vorzustellen? Titelvorschläge hätte ich schon. Zum Beispiel: Mein
Leben am Abgrund, oder: Die neue Diät: Euterschnitzel.
Auch ein Kassenschlager - in Anbetracht der hohen Ölpreise
- wäre ein Sachbuch: Wie heize ich nächsten Winter? - Sammeln
und Sortieren von Kuhfladen
Es ist schon fast ein Sakrileg, heute keine Doku-Soaps
anzusehen. Der Urlaub, der Bauernhof, die Frauen, die Familien,
die Arbeit - alles wird im Fernsehen getauscht. Da fiel sogar
Bill's Besuch bei uns kaum ins Gewicht. Jeder wollte nur
genau wissen, wie es denn nun mit Monica gelaufen sei... Doch
Clinton sagte: "das ist Mein Leben" und ließ
uns im Ungewissen.
Auch Gloria die Fürstin versucht es mit einem Märchen.
Vom "Punk-Aschenputtel" zur Thurn und Taxis.
Wahrer Adel dagegen spielt sich anders ab. Sie suchte die
Liebe! So sagt es uns ein Autor in dem er alles, bisher nie
Veröffentlichte über Diana ausplaudert. Diana, das
Porträt, ist allerdings erst ab 1.9.04 lieferbar. Andere Autorinnen
bekennen sich zu ihrer Eßlust, bekämpften sie gnadenlos und sagen
uns ehrlich: "Ich war mal moppelich!" Zeigen wir doch einfach
mal mehr Mitgefühl und Weisheit!
Nummer 1 sein heißt die Devise! Steigen wir mit in
den Kahn. Ganz oder gar nicht! Denn nicht nur bei
Büchern, auch im TV wird Sport großgeschrieben:
Olympia, Arschbombenwettbewerb, Saufwettbewerbe... Wird Zeit,
daß unsere Prominenten richtig mit dem Weihnachtsgeschäft beginnen,
ansonsten muß ich meine Kolumne hier einstellen oder umbenennen
in Sachmets TV-Zeitschrift. Und Aus der Tiefe des Raumes
hallt es zu uns hoch: Offen will ich sein und notfalls unbequem!
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Stand: Juni 2004
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Der Büchermarkt stagniert.
Das wissen wir alle. Auch für meine "Bestseller" ist im
Moment nicht viel zu holen. Alle warten gespannt auf Harry
Potter, Troja, die Rückkehr des Königs und auf Übermorgen.
Daher wende ich mich - bevor ich komplett ins Sommerloch falle
- meiner zweitliebsten Beschäftigung zu: dem TV - aber
total.
Derzeit der große Renner ist der sogenannte "Erstwählercheck".
Lustig anzuhören und noch lustiger zuszusehen ist es bei den Fragen
nach dem neuen Europa. Doch das Lachen bleibt einem Halse stecken.
Jugendliche, auf deren starke Schultern die Älteren bauen - sollen
sie doch einmal unser großes Erbe antreten - legen u. a. auf einer
großen Landkarte Frankreich nach Weißrußland, Griechenland nach
Ungarn. Die große Frage, warum man denn bei dieser seltsamen Variante
der Kontinentalverschiebung nicht mehr im Meer baden kann, wird
mit einem Achselzucken beantwortet.
Kein Wunder, eine der Befragten gab als Hobby stolz "saufen"
an. Da sind wohl schon ein paar Hirnzellen in Alkohol konserviert.
Die nächsten Kandidaten machten aus Italien eine Monarchie, aus
Spanien eine Bulimie (!) und aus Frankreich eine Monogamie! Was
der Unterschied zwischen Demokratie und Monogamie sei wollte der
Reporter dann wissen. Die kluge Antwort lautete:
"In einer Monogamie hat man, glaube ich, weniger Rechte als
in einer Demokratie."
Das mag vielleicht auf manche Ehe zutreffen, auf die Grande
Nation bestimmt nicht! Ein junger Mann wurde nach dem Namen unseres
Bundeskanzlers gefragt. Gerhard! Mehr wußte er nicht. Dafür wußte
er aber, daß Deutschland so, halt, äh, 300 Einwohner hat. Andere
schätzten unsere Bevölkerungsdichte auf ungefähr 10 Milliarden.
Einer kam der Sache ziemlich nahe und rettete so wenigstens ein
klein wenig die Ehre der Jugendlichen.
Heute hörte ich im Radio, daß die deutschen Kinder (unter
12!) zuviel rauchen und saufen (ich vermeide den Ausdruck "trinken",
denn der trifft es nicht mehr richtig). Auch hörte ich, daß die
reformierte Rechtschreibreform ab 2005 endgültige Gültigkeit besitzt.
Diese Rechtschreibreform scheint immens wichtig zu sein - andere
Probleme, wie z. B. diese neue Geographiereform (s. o.) kennen
die Schulen anscheindend noch nicht.
Ich wohne direkt neben einer Grundschule, daher konnte ich letzte
Woche mitbekommen, wie ein ungefähr zehnjähriger Rüpel seinen
Lehrer als Arschloch betitelte - vielleicht sollten die Lehrer
in solchen Fällen den Spieß einfach mal umdrehen.
Unsere Jugendlichen, pardon, unsere Kinder finden es ja soooo
cool rauchend und saufend über die Straße zu laufen. Der Pulk
von Zwölf- Dreizehnjährigen, die sich nächtens zusammenrotten
um lärmend und randalierend den Spießbürger auf ihre Pubertät
aufmerksam zu machen, braucht keine Eltern, die sich sorgen, keine
Polizei die sie stört. Ein Polizist versicherte mir letzten Monat,
daß er eins von ihnen 3x in einer Woche volltrunken sicher zu
Hause abgeliefert hätte. Nein, diese Kinder brauchen keine Aufsicht,
sie kommen prima alleine zurecht. Sie brauchen nur ihren Ghettoblaster
aus denen beschiss.. Hip-Hop und Rap ...ups, bescheidene Musik
klingt, mit Texten die nichts als Mist verbreiten.
Ich muß aufpassen, wenn ich spät Samstags Abends aus meiner Hofeinfahrt
fahre, daß ich keines der Kleinen, das volltrunken über die Straße
torkelt, auf der Motorhaube sitzen hab. Noch schlimmer ist es,
wenn ich gegen 3:00 Uhr nachts zurückkomme. Die ganz kleinen sind
dann schon im Bett, nur die ab 14 sind übriggeblieben. Und die
sind dann so voll, daß sie nur noch zu zweit oder gar zu dritt,
ohne Helm und Licht Mofa fahren können. Alleine fahren schaffen
sie dann nämlich nicht mehr.
Angesichts dieser coolen und starken Helden der Zukunft brauchen
wir uns über das vereinte Europa keine Sorgen zu machen. Sie werden
es schon richten wenn ihre Zeit gekommen ist!
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Stand: Mai 2004
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Freuen Sie sich auch,
wenn Sie tanken gehen?
Mir hüpft das Herz in der Brust, wenn
ich an die Tankstelle komme. 1,20 € zur Zeit, das kurbelt endlich
die marode Wirtschaft an. Ebenso 4, 20 € für ein Päckchen Zigaretten.
Ich muß gestehen, ich bin noch von der alten Sorte, kann mich
an diese neuen Gepflogenheiten in dieser neuen netten Welt noch
nicht gewöhnen und rauche sogar in aller Öffentlichkeit! Ich habe
auch nicht vor, irgendwann nach USA oder Irland auszureisen.
Außerdem bin ich bekennender Aldi-Einkäufer - so nun bin ich geoutet
- und man hat ja die Preise noch einigermaßen im Kopf. So lange
ist es ja noch nicht her, daß wir in DM rechneten. Bekam man damals
einen ganzen Einkaufswagen voller No-Name-Produkte für satte 1oo,-
DM so blättert man heute gut und gerne zwischen 75,- und 95,-
Euro für das gleiche Zeug hin. Die wundersame Geld-Vermehrung
anderer bringt dem Kunden allerdings nichts als Verdruß. Nehmen
wir ein aktuelles Beispiel - gestern tatsächlich so geschehen:
Für eine Cola, 0,3 l und ein Weizenbier, 0,5 l in einem Straßenlokal
legte ich sage und schreibe 5,90 € hin. Die Sonne schien, es war
ein wunderbares Wetter, man saß gut, konnte Leute beobachten.
Das Hirn brauchte eine Weile um von den sonnigen Aussichten zurück
in die wahre grausame Wirklichkeit zu kommen und um diesen unglaublichen
Rechenvorgang zu beenden. Ich gehe davon aus, daß viele wie ich
noch in der guten alten DM-Zeit rechnen. Also grob gesagt, 12
,- DM für 2 Getränke? Hat sich da die Kellnerin verrechnet! Mitnichten,
wie mir ein Blick in die Getränkekarte verriet. Satte 2,90 € für
ein Glas Cola. Mal ehrlich - das ist doch der pure Nepp!
Aber niemand beschwert sich, jeder zahlt
die Preise, die uns eine marode Wirtschaft diktiert, ohne zu murren.
Niemand steht auf und sagt: Das zahl ich nicht, dazu bin ich nicht
bereit! Niemand würde auch nur einen Tag auf sein Auto verzichten,
um den Raubrittern der Landstraße mal zu zeigen "Mit mir nicht!"
Niemand wehrt sich öffentlich, alle regen sich im Stillen auf,
und was geschieht? Hier werden Subventionen gekürzt, da schließt
ein großes Werk (die paar Arbeiter bekommen bestimmt wieder einen
Mini- Job), woanders fusionieren große Firmen, schlucken die Kleinen,
machen noch Kleinere endgültig kaputt. In einigen Jahrzehnten
gibt es bestimmt nur noch eine einzige große Weltwirtschafts-Firma,
die das Monopol auf alles hat - incl. die Politik. Big Brother
läßt grüßen...
Schriftsteller beschäftigen sich heutzutage mit seltsamen
Problemen. Sie greifen die Kirchen an, welch ein Sakrileg.
Sie schicken Assasinen und Illuminati ins Rennen.
Sie greifen öffentlich ihre Regierungen an, in dem sie ihr Oberhaupt
als Stupid withe Men betiteln. Das muß uns doch zu denken
geben. Und es gibt Menschen, die für eine gut gesetzte Ohrfeige
alles in Kauf nehmen, selbst wenn die Tat strafrechtliche Folgen
nach sich zieht!
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Stand: März 2004
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Keine einzige Biografie
die letzten beiden Monate - wie enttäuschend.
Unsere Promis hatten einfach keine Zeit für solch profane Beschäftigungen,
denn sie mußten den Urwald umgraben. Kakerlaken, Maden, Käfer,
Spinnen und die Fernsehzuschauer wurden gnadenlos dem Ekelfaktor
und dem Junglebeat ausgesetzt. Das deutsche Team hatte
sich ja wacker geschlagen, aber die nachgerückten Engländer legten
noch einen (steilen) Zahn zu. Warteten wir doch alle gespannt
bis zum Platzen darauf, daß das Boxenluder endlich den BH fallen
läßt.
Doch Gottseidank auch das ist geschafft. Big Brothers
neue Staffel hat begonnen, der Gurkenlasterfahrer und der
Kakerlaken-King sind wieder wohlauf, der Bachelor
hat sich den Rosen ab- und dem Wok zugewandt. Manche Stars hatten
ihr Comeback und sind auch gleich wieder gegangen, und
so können wir getrost unseren Erinnerungen nachhängen.
Und wir können getrost unseren Erinnerungen nachhängen...
Nein, mich plagt weder Alzheimer noch Altersdemenz, denn gleich
zweimal erinnern sich in diesem unserem Lande: Helmut Kohl
und gleich nochmal Farah Diba-Pahlavi. Viele erinnern sich
vielleicht noch an ihre Märchenhochzeit Ende der 50ger Jahre?
Nun ja, bei manchen geht die Erinnerung vielleicht nicht so weit
zurück, auch hier wird für Abhilfe gesorgt. Mit einem Lächeln
erinnert sich das Schätzchen an ihren Durchbruch in den
60gern, als sie zur Sache kam. Sie käme heute wohl besser
mal an den Eßtisch ran, denn wenn sie weiter so schlank bleibt
bricht sie wieder durch.
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Stand: Januar 2004
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Achtung, Vorurteile!
Urteilen wir nicht zu schnell wenn es um die Biografien unserer
Promis geht? Aber mit nichten! Adel verpflichtet und selbst die
Hohheiten Silvia von Schweden und Arnold von Kalifornien
und Sir Ustinov machen es ihnen vor. Ja, auch königliche
Hofbeamte, wie der Butler von Prinzessin Diana tutet Im Dienste
meiner Königin in das gleiche Horn. Alle stehen in den Startlöchern,
der Cowndown läuft, wäre doch gelacht, wenn sie es nicht ins Guinnes
World Records 2004 schaffen würden. Aber Obacht - denn die
Sportler sind mitten unter ihnen und sie könnten siegen! Aber
auch die Sänger, oder solche, die sich dafür halten, liegen gut
im Rennen. Eminem spricht sogar für eine ganze Generation
und im Querdenken ist er Meister!
Holiday on Ice, mit 60 Jahren noch so fit wie zu
seinen Anfängen schärft schon die Schlittschuhe. Gut, Effenberg
ist ein wenig abgeschlagen, dafür holt Boris auf. Er verweilt
zwar noch einen Augenblick, aber der Bestsellerbesenkammereroberer
steht schon auf Platz 3. Moore gibt rechtzeitig ein paar
Querschüsse auf die dummen weißen Männer, inclusive
Bush, ab. Hier kommt er sich allerdings selbst in die Quere.
Zählen wir doch mal die gesammelten Biografien des Jahres
2003 locker zusammen - wir kommen auf gut 30 Stück. Statistisch
gesehen nicht einmal eine pro Woche. Da ist noch Potential vorhanden,
da kann man noch was tun! Liebe Promis, legt euch ins Zeug,
damit man wenigstens einmal die Woche nicht nur seine wöchentliche
Zeitschrift in der Buchhandlung kaufen kann, sondern auch sagen
kann: "Ich hätt gern noch die aktuelle Biografie"
Und hier, an dieser Stelle, werden sich die Buchhändler/innen
die Hände reiben. Denn jetzt dürfen sie etwas sagen, was bis
dato nur Metzgereifachverkäuferinnen, Käsefeen und Gemüsehändlern
vorbehalten war:
"Darf's ein bisschen mehr sein?"
Aber, aufgepaßt! Nicht übertreiben ihr Promis! Nicht zuviele
Biografien auf den Markt bringen! Denn für das tägliche Verbreiten
von Platitüden ist schon die marktführende Bildende Zeitung
zuständig!
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Stand: Dezember 2003
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Augenblick, verweilen
wir doch einen Moment und halten inne. Jetzt in dieser
besinnlichen Zeit wo die Adventskranzkerzen angezündet werden,
fühlt sich so mancher berufen sein Seelenleben auszuplaudern.
Autoren braucht man dafür scheinbar nicht mehr - es genügt Sportler
zu sein.
Feinsinnige Schreiberlinge allerdings
verpacken ihr Innerstes geschickt in eine Geschichte, die mit
dem Autor eigentlich gar nichts zu tun hat. Meine Bücher enthalten
so viele Details aus meinem (Seelen)Leben, daß es 3 Autobiographien
füllen würde - nur hänge ich es nicht an die "große Glocke"
sondern ich lasse meine Protagonisten die Sache für mich erleben:
So schildere ich an einer Stelle eine
waghalsige Operation am offenen Schädel, die notwendig war um
angefülltes Blut aus der Schädelhöhle abzulassen. Meine "Patientin"
überlebt - und der Leser freut sich mit ihr.
Im wahren Leben aber starb meine beste Freundin mit gerade
mal 40 Jahren genau an dieser Krankheit...
Schmerzhafte und glückliche Erfahrungen
hab ich in meinen Romanen verarbeitet, viel persönliches ist
in meine Arbeit eingeflossen - nur der Leser bemerkt nichts
davon. Wenn mein Held eine Apoplexie erleidet und von seinen
Angehörigen gepflegt wird, sieht man nur das niedergeschriebene
Wort, nicht die Arbeit und die Sorgen und den Kummer, die meine
Mutter erdulden mußte, als sie 18 Jahre lang ihre gelähmte Mutter
pflegte...
Romane sind erfundene Geschichten -
sicher, aber die Erlebniswelt eines Autors spiegelt sich in
ihnen. Schöne und schlechte Erfahrungen fließen in den Text
und man kann sich die Seele "freischreiben". Meine Protagonisten
spiegeln viele meiner innersten Gefühle wieder. Die Ängstlichen,
die Draufgängerischen, die Zweifelnden, die Starken und die
Schwachen in meinen Geschichten sind in Wirklichkeit die Träume,
Wünsche, Gedanken und Charakterzüge einer einzigen Person -
- von mir!
Und sie sind nicht zu bremsen unsere Promis! Auch 100
Jahre sind zu kurz um alle Biografien, Autobiografien, Memoiren
und Ungelogene gesammelte Werke zusammenzufassen. Selbst
die Götter mischen in diesem Herbst kräfig im Weihnachtsgeschäft
mit, allen voran Loki. Was würde Jesus heute sagen?
Selbst Johannes Paul II. mischt sich ein! Und die sogenannten
"keine Engel" flogen tatsächlich Einmal Himmel und
zurück
2003 haben wir glücklich (fast) hinter uns gebracht. Zwar hieß
es für manchen Präsidenten Volle Deckung Mr. Bush, und
manche Promis wagten es außerdem, auf eine Biografie zu verzichten.
Setzen wir doch hier zum Ende des alten Jahres einen Link,
Charlotte, und hoffen, daß wir im neuen Jahr endlich Am
Ende des Schweigens angelangt sind.
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Stand: November 2003
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Die Mitgliederzahl der bücherschreibenden
Zunft erweitert sich Monat für Monat. Ich möchte heute auf das
TV-Total-Programm hinweisen und eine Idee verfolgen: Da
ja fast jeder TV-Promi, selbst wenn er noch so kurz Exclusiv
zu sehen ist, neuerdings dem Club der toten Dichter beitritt,
sollten wir Autoren das Genre wechseln und einfach Schauspieler,
Sänger oder Politiker werden!
So könnte ich mir vorstellen, das Marcel Reich-Ranicki wunderbar
in die Rolle des ewig grantelnden Hans Moser schlüpfen könnte.
Und täglich grüßt das Murmeltier? Allerheiligen!!! Mittlerweile
grüßt es auf unserem Bildschirm schon mehrmals jährlich, und das
mindestens schon seit 10 Jahren. Vielleicht könnte Stephen
King Bill Murray ablösen, dann hätten wir endlich den wahren
Horror. Bei diesen Programmen muß man schon viel Spaß verstehen.
Und die rundum geliftete Pauline Gedge (sie wird ZsaZsa
Gabor immer ähnlicher) wäre ein wunderbarer Ersatz für Marika
Röckk.
Nun bitte, ein Michel Friedmann versucht sich als
als Herausgeber politischer Bücher. Wen will er damit beeindrucken?
Schröder? Eichel? Ich lache später...
Da tritt ein Terminator ab und wird Politiker. Bei genauem
Hinsehen, wird der Platz eines Schauspielers frei. Und genau in
diese Lücke müssten wir Autoren vorstoßen, und vor dem Frost
die Brandmauer einreißen...
Vielleicht sollten wir aber auch versuchen Dessous zu entwerfen?
Mit "La La La" und knappen Outfits beeindruckt uns Kylie
Minogue schon seit den 80gern. Warum sie uns das jetzt auch
noch schriftlich mitteilen will bleibt mir allerdings ein Rätsel.
Und man fragt sich allen Ernstes, ob ein Richter aus Paris
im Armanai zum Aldi fährt.
Aber in einer Zeit, wo selbst "Winnetou" demnächst
seine Memoiren veröffentlicht, tanzt ein Schuster, der bei seinen
Leisten bleibt, anscheinend vollkommen aus der Reihe.
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Stand: Oktober 2003
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Mal ehrlich, selbst wenn ich aufschlußreich
und im höchsten Maße schlüpfrig - amüsant meinen Lesern aufzeigen
würde, was hinter den Kulissen meines Lebens geschieht
- wen würde das schon interessieren? Und gerade weil ich nichts
als die Wahrheit schreiben würde, würde ich meine Leser gewaltig
langweilen.
Wir haben doch alle schon mal in guten wie in schlechten Tagen
einen hinter die Binde gekippt, was soll's. Wenn man's übertreibt,
braucht man eben einen Kübel. Böck, mein alter Schneider,
wollte auch schon immer seine Memoiren verfassen. Er zerriß die
Manuskripte dann aber doch hinter einem kleinen Feldbusch.
Ich glaube, seine Anstecknadel verlor er dort
auch.
Das sind mir feine Gsell'n. Alle wollen Bücher schreiben,
rennen zur Buchmesse, vermarkten sogar ihr Bobbele. Ich
frage mich als Autorin nur, wo bekommt man solche Lektoren her,
die den täglichen, kleinkarierten Mist, den man Tag für Tag erlebt,
für eine vermarktungswürdige Lektüre halten? Diese Lektoren sollen
sich bei mir melden!!! Ich hab auch viel zu sagen! Und man fragt
sich, ob da die Verlage ihre Leser nicht ein bißchen verschaukeln
wollen.
Aber seien wir ehrlich: wollen wir nicht alle hier und da
einmal im Rampenlicht stehen? Nicht auch einmal ein Superstar
sein? Doch aus den Brettern die die Welt bedeuten sind leider
klobige Bohlen geworden und die stupiden weißen Männer
geben Pisa-Alarm.
Aber wenn's bei mir irgendwann soweit ist, würde ich mein
schönes Leben auch mit einem gut gefüllten Krug feiern
und einmal zu meinem Sportgerät sagen: "Danke, Fußball"!
Dann würde ich der Madonna huldigen, und dem Orden des
Phönix beitreten. Aber vorher schlag ich noch auf Karls
Feld ein Lager auf und mach 'ne Diät.
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